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Es geht ihnen allen um ein bitteres Thema: um häusliche Gewalt. Akademikerinnenverbände aus Finnland, Schweden, Rumänien, Slowenien und Deutschland trafen sich am 7. und 8. November 2014 im Rahmen eines europäischen Projektes in Ljubljana, um über sinnvolle Maßnahmen zu beraten, um der häuslichen Gewalt Einhalt zu bieten.

Im Fokus der Akademikerinnen waren dabei nicht nur die bis jetzt vorhandenen gesetzlichen Grundlagen, sondern auch das Verhalten der Polizei. Weitere Themenbereiche: die staatlichen Hilfsangebote, informelle Hilfen und die Einstellung der jeweiligen Gesellschaft zu häuslicher Gewalt.

Deutschland, das hat sich erfreulicherweise gezeigt, ist in allen Bereichen gut aufgestellt. Einziger Wermutstropfen: die Bundesregierung unterzeichnete zwar die Europäische Konvention von Istanbul (Ächtung von häuslicher Gewalt), aber bis jetzt wurde sie noch nicht ratifiziert. Ein Grund dafür ist die jetzige Fassung des §177 StGB (Vergewaltigungsparagraph). Der Deutsche Akademikerinnenbund fordert darum auch, dass durch die geplante Novellierung die Ratifizierung möglich wird.

„Null Toleranz für häusliche Gewalt muss in Europa selbstverständlich sein“, so Dr. Patricia Aden, die Vorsitzende des Deutschen Akademikerinnenbundes. „Die Ratifizierung der Konvention von Istanbul durch Deutschland wäre ein wichtiges Signal für Europa, vor allem für die Länder, in denen häusliche Gewalt immer noch nicht ernsthaft verfolgt wird.“

21.11.2014, Dr. Patricia Aden / DAB

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