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Die HPV-Impfraten sollen durch Recall-Systeme und mehr Vor-Ort-Impfangebote erhöht werden. Zudem sollen Jungen in die HPV-Impfempfehlung und Pflichterstattung mit aufgenohmen werden.

Diese Forderungen veröffentlicht das Frauen-Netzwerk zum Schutz vor HPV-Erkrankungen in einem überarbeiteten Positionspapier 2015 und in den zwei Posterpublikationen bei der 4. Nationalen Impfkonferenz (NIK) vom 18.-19. Juni 2015 in Berlin.

Das HPV-Frauen-Netzwerk bündelt seit 5 Jahren Expertenwissen zur Erhöhung der HPV-Impfrate und hat Erkenntnisse, Vorschläge und Forderungen in zwei Posterbeiträgen auf der diesjährigen NIK publiziert. Eine Befragung des Netzwerks mittels Fragebogen an einem kaufmännischen Berufskolleg ergab, dass die Hauptgründe für die HPV-Impflücken in dem untersuchten Kollektiv nicht die Ablehnung von Impfungen, Angst vor Nebenwirkungen oder Schmerzen bei der Injektion sind, sondern ein Mangel an systematischen Impf-Erinnerungen (Recall-Systemen) und an Vor-Ort-Impfangeboten.

Flächendeckende, nationale Schulimpfprogramme, wie sie in anderen Ländern durchgeführt werden, hätten auch in Deutschland Erfolg. Das HPV-Frauen-Netzwerk fordert, dass auch Jungen in die Impfempfehlung und Pflichterstattung einbezogen werden. Um eine durchgängige Prävention zu gewährleisten, muss darüber hinaus eine Brücke von den Kindervorsorgeuntersuchungen (0 bis 9 Jahre) zur Jugendgesundheitsuntersuchung J1 (12 bis 14 Jahre) gebaut werden. Das Netzwerk schlägt vor, das gelbe Kindervorsorgeheft in diesem Sinne zu verändern. Für die individuelle Gesundheitsvorsorge ist auch die Erfassung der Impfdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte erforderlich. Dies könnte im e-health-Gesetz umgesetzt werden. Darüberhinaus sollten Impfziele – generell und für die HPV-Impfung im Speziellen - im Präventionsgesetz formuliert werden. Die BZgA hat bei der Bekämpfung von AIDS Hervorragendes geleistet und könnte auch die HPV-Impfung über eine deutschlandweite Impfkampagne öffentlichkeitswirksam fördern.

Im HPV-Frauen-Netzwerk zum Schutz vor HPV-Erkrankungen haben sich verschiedene Akteurinnen zusammengeschlossen: Expertinnen aus dem Bereich der Onkologie, des öffentlichen Gesundheitsdienst, der ambulanten gynäkologischen Versorgung und verschiedener Organisationen aus dem Gesundheitsbereich sowie selbst Betroffene. Das Netzwerk wird von der Vorsitzenden des Deutschen Akademikerinnenbundes (DAB) Dr. Patricia Aden koordiniert. Weitere Informationen finden Sie unter hpv-netzwerk.de.

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