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Die aktuellen Impfdaten aus dem Versorgungsatlas zeigen eine große Schwankung in den Bundesländern und innerhalb der Bundesländer in den Kreisen. Das Frauen-Netzwerk zum Schutz vor HPV-Erkrankungen hat auf seiner Jahrestagung die regionale Aufschlüsselung der Impfdaten begrüßt und festgestellt:
- Die Impfraten sind mit unter 50% immer noch viel zu niedrig.
- Die starken regionalen Schwankungen der Impfraten zeigen, dass es auf die lokalen Akteure ankommt. Das konnte aus Sicht des Netzwerkes bestätigt werden, denn drei Expertinnen konnten eigene Projekte vorstellen, mit denen sie vor Ort erfolgreich waren. Aber immer noch fehlt eine nationale Impfstrategie, die solche Projekte deutschlandweit durchführt.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Jungenimpfung, die in Kanada und den USA, aber auch in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz und demnächst auch in Norwegen Standard ist. Männer sind Überträger des Humanen Papillom Virus (HPV), deshalb müssen auch Jungen geimpft sein, damit Frauen vor Gebärmutterhalskrebs geschützt werden. Darüber hinaus haben Männer ein eigenes Interesse daran, sich vor Genitalwarzen und verschiedenen Formen von Krebs, wie Krebs der Mundhöhle oder Analkrebs zu schützen. Die Stiftung Männergesundheit fordert diesen Impfschutz ein, das Netzwerk unterstützt ausdrücklich ihre Petition.

Das Präventionsgesetz räumt den Impfungen eine hohe Priorität ein. Nun muss der Auftrag des Gesetzgebers umgesetzt werden. Das bedeutet für die HPV-Impfung: frühzeitige und umfassende Information der Eltern und leichte Zugänglichkeit der HPV-Impfung.

Im HPV-Frauen-Netzwerk zum Schutz vor HPV- Erkrankungen haben sich Expertinnen aus dem Bereich der Onkologie, des öffentlichen Gesundheitsdienst, der ambulanten gynäkologischen Versorgung, verschiedener Organisationen aus dem Gesundheitsbereich sowie selbst Betroffene zusammengeschlossen. Das Netzwerk wird von der Vorsitzenden des Deutschen Akademikerinnenbundes (DAB) koordiniert.
Weitere Informationen: www.hpv-netzwerk.de

 

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