Der Deutsche Pharmazeutinnen Verband (dpv)
Der Deutsche Pharmazeutinnen Verband ist ein relativ junger Verband. Er wurde im August 2002 in Bonn gegründet.
Zweck des Verbandes ist die „verstärkte Nutzung der Potentiale von Frauen in der Pharmazie sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern – Gender Mainstreaming – in allen Bereichen der Pharmazie“ (§ 2 der Satzung des dpv).
In der Pharmazie ist der Frauenanteil mit fast 70 % bei steigender Tendenz außerordentlich hoch. Der Beruf der Pharmazeutin bzw. Apothekerin (approbiert) kommt den Berufswünschen vieler Frauen, nämlich der Umgang mit und die Fürsorge für Menschen, sowie den Fähigkeiten speziell im Bereich der Kommunikation und der Organisation entgegen. Zusätzlich bietet er durch zahlreiche Teilzeitmöglichkeiten und wohnortnahe Arbeitsplätze ideale Voraussetzungen, familiäre Aufgaben und berufliche Tätigkeit in Einklang zu bringen. Gleichzeitig weist er jedoch die typischen Nachteile eines Frauenberufes auf: Kaum Karrieremöglichkeiten, schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung, und demzufolge eher geringes Prestige in der Skala der akademischen Berufe. Trotz des hohen Frauenanteils überwiegt in den Führungspositionen aller Berufsfelder, vornehmlich an der Universität und in der Industrie, der Anteil männlicher Kollegen.
Um dieses durch Förderung und Motivierung der Frauen zu ändern, haben acht renommierte Pharmazeutinnen den Deutschen Pharmazeutinnen Verband gegründet. Der dpv hat inzwischen 110 Mitglieder, wobei der Anteil der Frauen in führenden Positionen im Vergleich zum Berufsstand allgemein sehr hoch ist.
In den drei Jahren seiner Tätigkeit hat der Verband für seine Mitglieder und Interessenten Seminare und Symposien organisiert. Die Förderung des Berufsnachwuchses durch eine Veranstaltung zum praktischen Jahr mit Vorstellung unterschiedlicher Berufsfelder gehört inzwischen zum Standardprogramm. In diversen Statements und Gesprächen mit Gesundheitspolitikern wurden die berufspolitischen Interessen der Mitglieder öffentlich gemacht.
Ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt bestand in der Kontaktaufnahme zu Kolleginnen in den europäischen Nachbarländern und anderen Frauenverbänden wie dem Ärztinnenbund, dem Landesfrauenrat Niedersachsen und dem Deutschen Akademikerinnenbund.
Durch die Mitgliedschaft im Deutschen Akademikerinnenbund erhofft sich der Deutsche Pharmazeutinnen Verband, die Erfahrungen der Akademikerinnen anderer Berufsbereiche für seine Arbeit nutzen zu können und durch die Zusammenarbeit die Wahrnehmung frauenspezifischer Probleme speziell im Bereich der akademischen Berufe im politischen Raum zu verstärken.
Internet: http://www.pharmazeutinnen.de/

