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Faszination Wissenschaft und passagere Beschäftigung

Eine Untersuchung zum Drop-Out aus der Universität

Metz-Göckel, Sigrid/Schürmann, Ramona/Heusgen, Kirsten/Selent, Petra (Hrsg.), Barbara Budrich Verlag, 2016, 36,- €, ISBN 978-3-8474-0129-2

Unstete Beschäftigungsverhältnisse, fragile Wissenschaftslaufbahnen, unberechenbare Berufsperspektiven – das deutsche Wissenschaftssystem ist durch ein Selektions- und Fluktuationsprinzip gekennzeichnet. Knapp ein Fünftel der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen verließ 2009 die Universität nach im Durchschnitt 4,5 Jahren und 3,6 gestückelten Verträgen. Diese personelle Fluktuation beschreiben die Autorinnen mit der Metapher der Reisenden, die eine Zeit lang im wissenschaftlichen Zugsystem mitfahren und an unterschiedlichen Stationen aussteigen. Ein kleiner Teil steigt wieder ein und führt die Reise fort. Anhand der Personaldaten von 18 Universitäten werden die Vertragsbiografien und Ausstiegsgründe dieser Drop-Outs rekonstruiert und mit einer Online-Befragung und Interviews ihr weiterer Verlauf und ihre Mobilität erforscht. Im Fokus stehen dabei die Promotions- und Post-Doc-Phase im internationalen Vergleich, die ungleichen Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Karriere von habilitierten Frauen und Männern sowie die Ressourcen- und Beanspruchungssituation von promovierten Uni-Beschäftigten bzw. Drop-Outs. In dem Sammelband (der die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts »Mobile Drop-Outs« beinhaltet) werden unter Berücksichtigung der Geschlechter- und Fächerperspektive die aktuelle Beschäftigungssituation des wissenschaftlichen Nachwuchses und erstmalig Daten zu dem Wissenschafts-Drop-Out vorgestellt. Anhand eines »Hypothetischen Modells zur Analyse von Mobilitätsentscheidungen« wird dargestellt, welche Faktoren Mobilitätsentscheidungen und Karrierewege von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bedingen. Es wird ausgeführt, welche Karrieremotivationen zu Beginn einer Beschäftigung an der Universität bestanden und ob und wie diese sich im Laufe der Beschäftigung veränderten. Es wird gefragt, welche Bedingungen für das Erreichen bzw. Nicht-Erreichen des Karriereziels ausschlaggebend waren. Des Weiteren wird dargestellt, wie die Entscheidungsprozesse „Bleiben oder gehen?“ (Stichwort: Cooling-Out) verlaufen. Welche Faktoren beeinflussen diesen Prozess? Welche Entscheidungsstrategien kommen zum Tragen und welche Rolle spielt das private bzw. akademische Umfeld? Lassen sich Kriterien definieren, die ein erfolgreiches Verbleiben in der Wissenschaft ermöglichen? Der Promotionsphase und der Post-Doc-Phase wird mit einem internationalen Vergleich ein weiterer Schwerpunkt gewidmet. Darüber hinaus werden die ungleichen Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Karriere bei Frauen und Männer am Beispiel habilitierter Wissenschaftler/innen thematisiert. Die Ressourcen- und Beanspruchungssituation von wissenschaftlich Beschäftigten wird in einem weiteren Kapitel in den Blick genommen. Ein Beitrag zum betrieblichen Gesundheitsmanagement an Universitäten rundet dieses Thema ab.

Marie Munk (1885–1978)

Leben und Werk

Oda Cordes, Böhlau Verlag, 2015, S. 990, 109€, ISBN 978-3-4122-2455-4

Marie Munk, eine der ersten Juristinnen Deutschlands, war wegweisend für die Selbstbestimmung der Frau im Eherecht und für die Zugewinngemeinschaft im heutigen Ehegüterrecht. Marie Munk kann als die Erste bezeichnet werden, die das Zerrüttungsprinzip im Scheidungsrecht in Deutschland forderte. Sie trat für ein gemeinsames Sorgerecht der Kinder nicht miteinander verheirateter Eltern bereits in Weimarer Zeit ein. Nach ihrer Emigration in die U.S.A. profilierte sie ihr juristisches Werk in der amerikanischen Uniform Law Bewegung, in der Justiz­ausbildungs- und Gerichtsstrukturreform. Für das amerikanische Scheidungsrecht bestimmten transatlantische Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa in einem interdisziplinären Kontext ihre Reformbeiträge. Sie kann als Wegbereiterin einer Diversität in der Wissenschaft betrachtet werden. Die wichtigsten Texte werden hier zum Teil auch im Original veröffentlicht.

Afrikanerinnen in Deutschland

Lebenslagen, Erfahrungen und Erwartungen

Renate Nestvogel, erschienen in der Reihe Bildung in Umbruchsgesellschaften, Band 11, Waxmann Verlag, 2014, S. 364, 39,90€, ISBN 978-3-8309-3086-0

In dieser Studie schildern Afrikanerinnen aus Ländern südlich der Sahara ihre Erfahrungen in Deutschland. Die schriftliche Befragung, an der 262 Frauen teilnahmen, umfasste 207 offene und geschlossene Fragen u.a. zu Aspekten wie Sprachkenntnisse, Kindergärten, Schulen, Universitäten, finanzielle Situation, Arbeits- und Wohnungsmarkt, allgemeine Belastungssituationen, Beratungsstellen, Identität, Integrationsvorstellungen, Freizeitgestaltung, Erfahrungen mit Anwälten, Einstellungen zu Prostitution und Gewalterfahrungen. Zusätzlich wurden 43 Afrikanerinnen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den genannten Themen interviewt.

Zwei Drittel berichten von gravierenden Diskriminierungserfahrungen, die ein fragwürdiges Demokratie- und Menschenrechtsverständnis in großen Teilen der deutschen Bevölkerung offenlegen. Diese Befunde stehen in Einklang mit den Ergebnissen zahlreicher sozialwissenschaftlicher Studien, die belegen, dass Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus in Deutschland weiter verbreitet sind, als allgemein angenommen.

Das Buch richtet sich an Personen, die in Bildungs-, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen tätig sind oder in anderen beruflichen Bereichen mit Afrikaner/inne/n zu tun haben, an Migrationsforscher/innen, Politiker/innen und schließlich, im Sinne einer Selbst-Verständigung, an Afrikanerinnen selbst.

Prüfungsvorbereitung aktuell

Zwischen- und Abschlussprüfung - Medizinische Fachangestellte

Dr. med. Patricia Aden, Dr. Helga Eitzenberger-Wollring, Dr. med. Marie-Theres Eveld, Simone Herz, Uwe Hoffmann, Dr. Susanne Nebel, Dipl.-Hdl. Sabine Padberg, Dr. med. Anneliese Rauhut, Europa Lehrmittel, 2014, S. 640 mit CD, 30,30€, ISBN 978-3-8085-6937-5

Dieses Buch enthält über 1700 Fragen zur zielgerichteten und systematischen Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung. Darüber hinaus kann das Buch zur kontinuierlichen Nachbereitung, zur selbstständigen Überprüfung sowie zur praxisorientierten Anwendung der im Rahmen der Ausbildung erworbenen Kenntnisse genutzt werden. Die Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung erfolgt auf der Grundlage zahlreicher programmierter und offener Fragen zu den vier Wissensbereichen Behandlungsassistenz, Betriebsorganisation und -verwaltung, Leistungsabrechnung und Wirtschafts- und Sozialkunde. 50 Praxisfälle ermöglichen ein umfassendes Training der in der praktischen Prüfung geforderten eigenständigen Fallpräsentation. Viele lernfeldübergreifende Einzelfragen und Aufgaben aus allen Wissensbereichen leisten wertvolle Hilfestellungen zur selbstständigen Bearbeitung der Praxissituationen. Aktualisierung und Neubearbeitung in allen Bereichen, insbesondere die Praxisfälle wurden den Prüfungserfahrungen entsprechend neu konzipiert. Modullisten für Behandlungsassistenz und für Verwaltung erleichtern die Übersicht und schaffen zusätzliche Übungsmöglichkeiten.

Wo Frauen nichts wert sind

Vom weltweiten Terror gegen Mädchen und Frauen

Maria von Welser, Ludwig Verlag, 2014, S. 320, 19,99€, ISBN 978-3-4532-8060-1

Wo Krieg, Armut und Korruption herrschen, sind Frauen die ersten Opfer. Vergewaltigungen an jungen Frauen in Indien machen Schlagzeilen. Wir lesen von massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in Asien. Von Genitalverstümmelung in Afrika. Von öffentlichen Hinrichtungen und Zwangsheiraten. Von Mädchen- und Frauenhandel. Maria von Welser ist in Länder gereist, in denen Frauen nichts wert sind – nach Indien, Afghanistan und in den Kongo –, und hat mit den Frauen und Mädchen gesprochen. Nun erzählt sie ihre Geschichten: Zeugnisse von unendlichem Leid, aber auch des Mutes. Denn: Zunehmend begehren die Frauen auf. Und Maria von Welser gibt ihnen eine Stimme.

Gender in Science and Technology

Interdisciplinary Approaches

Waltraud Ernst, Ilona Horwath (Hrsg.), transcript Verlag, 2014, S. 262, 32,99€, ISBN 978-3-8376-2434-2

Elektronisch in der FWF-E-Book-Library auch frei erhältlich.

Was ist die Wirkungsweise von Geschlecht in naturwissenschaftlicher Forschung und der Entwicklung neuer Technologien? Das Buch präsentiert methodologische Expertise, Forschungserfahrungen und empirische Ergebnisse im dynamischen Feld der Naturwissenschafts- und Technologieforschung. Themen umfassen die Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien, Erkenntnisprozesse in der Biologie und der Chemiegeschichte, Didaktik der Mathematik und Entwicklungen in den Ingenieurberufen.

Tourist Activities in Multimodal Texts

An Analysis of Croatian and Scottish Tourism Websites

Melani Nekić, Palgrave Macmillan, 2014, S. 244, 61,14€, ISBN 978-1-1373-9790-4

Tourist promotional material is a tool utilised by many people preparing to travel or planning an activity. How do we as readers make sense of the tourist promotional material that is available to us? How do we as users understand tourism websites? Awareness of how tourism websites function may enable business people to master the range of resources used as strategies to design websites in ways which more specifically target types of users. Tourist Activities in Multimodal Texts addresses these questions by analysing Croatian and Scottish tourism web pages to explore the ways in which tourist activities are represented in tourism websites and the ways in which tourism websites construct their recipients as media actors and cultural tourists.

Frauen im Aufbruch

100 Jahre bremische Wirtschafts- und Kulturgeschichte

Andrea Buchelt (Hrsg.), Kellner Verlag, 2011, S. 128, 10€, ISBN 978-3-9399-2860-7

Das Buch kann für 10€ plus Versandkosten bei der Autorin bestellt werden. (Kontakt: Andrea Buchelt, Elsasser Str. 1, 28211 Bremen oder via Mail)

„Frauen im Aufbruch“ schildert das Leben von 24 Frauen aus Bremen, Bremerhaven und dem niedersächsischen Umland.

Ihr Werdegang skizziert ein gutes Jahrhundert deutscher Geschichte aus der Perspektive aktiver, engagierter Frauen aus dem Nordwesten.

Unter den Protagonistinnen finden sich Namen wie Louise Ebert, die die Rolle der First Lady für ihre Nachfolgerinnen definierte; Lale Andersen, die mit „Lili Marleen“ Fronten überbrückte und Clara Rilke-Westhoff, die als Pionierin der Bildhauerei gilt.

Zivil­gesell­schaften im Iran: Dr. Mossadeghs Thesen und Errungen­schaften

Wirtschaftliche und soziologische Relevanz im Laufe der nationalen Bewegung

Afsar Soheila Sattari, Erschienen als Band 106 in der SOCIALIA - Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Dr. Kovac Verlag, 2010, S. 160, 68€, ISBN 978-3-8300-4780-3

Der unumstrittene Basisfaktor für die politische Stabilität, wirtschaftliche Prosperität und friedliche Entwicklung eines Landes ist das Vorhandensein der funktionierenden, rechtsstaatlichen Institutionen, die um eine starke Zivilgesellschaft aufgebaut sind.

Dr. Mossadegh, der herausragende Vertreter des Liberalismus iranischer Prägung, ist als Architekt der iranischen Zivilgesellschaft und eine Persönlichkeit, die die Verstaatlichung der Erdölindustrie des Irans unter Anwendung von friedlichen Mitteln auf internationalem Parkett herbeiführte, in die iranische Geschichte eingegangen. Seine Regierungszeit bezeichnet man als die zweite Phase der Konstitutionellen Revolution des Irans. Sein Demokratieverständnis schloss in sich innenpolitisch die Etablierung von konstitutionellen Grundsätzen in einem System des demokratischen Parlamentarismus, die Einschränkung der Macht des Schahs, freie demokratische Wahlen und die Errichtung einer funktionierenden und vitalen Zivilgesellschaft sowie außenpolitisch die Unabhängigkeit von Kolonialmächten und die Verfolgung der Politik des Negativen Gleichgewichts mit ein.

Durch die Operation TP-Ajax verloren der Iran und die Region eine historische Chance zur Errichtung und Konsolidierung der Demokratie und folgedessen entstand ein Nährboden für politischen und weltanschaulichen Extremismus.

Bienenräume

Honigbienen in Kunst und Wissenschaft

Dorothea Brückner, Bärbel Rothhaar, Haus der Wissenschaft, 2010, S. 96, 10€

Seit 2004 führen die Bienenbiologin Dorothea Brückner und die Konzeptkünstlerin Bärbel Rothhaar einen innovativen Dialog, wobei sie ihre völlig unabhängigen Blickwinkel zum Thema Honigbiene aktiv einbringen. Im Buch "Bienenräume" werden die fünf Themen: Wachs, Schlaf, Duft, Raumkognition und Pollen aus künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Eine der wichtigsten Fragen des Buches ist der Vergleich des künstlerischen Ansatzes mit dem naturwissenschaftlichen zum Thema Honigbiene. Wo und wie setzen Künstler und Wissenschaftler ähnliche Methoden ein und wo erzielen sie ähnliche ästhetische Ergebnisse? Wodurch unterscheiden sich ihre Ziele und Methoden möglicherweise grundlegend?

Berlin-Dahlem, Meisenstraße

Vom Leben in einer grossbürgerlichen Familie

Brigitte Marquardt, Frieling Verlag, 2010, S. 304, 19,90€, ISBN 978-3-8280-2814-2

Die Autorin wuchs in Berlin im vornehmen Bezirk Dahlem auf. Ihre farbenfrohe und spannend geschriebene Familiengeschichte verknüpft Persönliches und Zeitgeschichtliches mit dem Schicksal ihrer Eltern und Großeltern. Die glückliche Kindheit im wohlhabenden Elternhaus wird durch die Zwänge der Nazizeit abrupt beendet. Dies gipfelt in einem Hochverratsverfahren gegen die Studentin wegen ihrer Äußerungen zum Attentat auf Hitler im Juli 1944. 1945 erlebt sie aus nächster Nähe die Schlacht um Berlin sowie die Beschlagnahme des elterlichen Hauses zunächst durch die russische, dann durch die amerikanische Militärverwaltung. Das jahrelange Zusammenleben der Familie mit amerikanischen Besatzungsoffizieren wird eingehend geschildert. Das Leben der Autorin verändert sich durch die Gründung einer eigenen Familie. Ihr Mann arbeitet sich nach dem Studium von einer schlecht bezahlten Anfangsposition hoch zur Nummer eins eines bedeutenden deutschen Unternehmens. Sie wächst mit. Brigitte Marquardts Memoiren erzählen die Entwicklungsgeschichte einer starken jungen Berlinerin und sind zugleich ein bewegendes Zeitdokument.

Handbuch der Progressiven Muskelentspannung für Kinder

Claudia Reeker-Lange, Dr. Patricia Aden, Sabine Seyffert, Klett-Cotta, 2010, S. 183, 22,95€, ISBN 978-3-6088-9100-3

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist ein von Ärzten und Therapeuten sehr häufig empfohlenes Entspannungsverfahren bei allen stressbedingten seelischen Erkrankungen. Dieses Buch schneidert den Ansatz auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu. Im Zentrum stehen kindgerechte praktische Übungen, welche die grundlegenden Elemente des Verfahrens in spielerische Sequenzen und Fantasiereisen übertragen. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder mit pyschosomatischen Beschwerden, AD(H)S, Spannungskopfschmerz, aggressivem Verhalten und anderen Verhaltensauffälligkeiten deutlich profitieren. Die einleitenden Kapitel erklären, wie die Progressive Muskelentspannung wirkt und warum Stress und Ängste durch sie beeinflussbar sind. Zielgruppen: - Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen - VerhaltenstherapeutInnen - alle, die pädagogisch, sozialpädagogisch und heilpädagogisch mit Kindern arbeiten.

60 Jahre Deutscher Akademikerinnenbund Kiel

Ein Beitrag zur Geschichte der Frauenbewegung

Vera Gemmecke-Kaltefleiter (Hrsg.), Edition Winterwork, 2010, S. 150, 8,90€, ISBN 978-3-9421-5092-7

Im Oktober 2010 feierte die Ortsgruppe des DAB Kiel ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat die Politologin Dr. rer. pol. Vera Gemmecke-Kaltefleiter die Vergangenheit der Gruppe erforscht, um mit deren Niederschrift einen Beitrag zur Geschichte der Frauenvereine in Kiel zu leisten.

Anleitung zum Autogenen Training mit Kindern und Jugendlichen

Ein praktischer Leitfaden für Eltern, Ärzte und Erzieher

Dr. Patricia Aden, Daedalus Verlag, 2009, S. 214, 16,80€, ISBN 978-3-8912-6171-2

Die praktische Umsetzung des autogenen Trainings bei der Behandlung psychosomatischer Krankheiten und stressbedingter Verhaltensstörungen steht im Mittelpunkt dieses Leitfadens. Die Autorin stellt die Methode zugleich in einen erweiterten pädagogischen Rahmen und veranschaulicht die Bedeutung des autogenen Trainings für den gesamten Erziehungsprozess.

Medizinische Fachangestellte

Behandlungsassistenz

Dr. med. Patricia Aden, Dr. med. Konrad Aden, Dr. Helga Eitzenberger-Wollring, Dr. Susanne Nebel, Edeltraud Wolf, Europa Lehrmittel, 2009, S. 444 mit CD, 6,95€, ISBN 978-3-8085-6966-5

Die 6. Auflage ist durchgängig nach Lernfeldern geordnet. Jedes Lernfeld wird mit einem handlungsorientierten Praxisfall eingeleitet.

Neu aufgenommen wurde ein eigener Laborteil, der den Anforderungen des Unterrichts entspricht. Die für das umfassende Verständnis des menschlichen Körpers wichtigen Inhalte Auge, Ohr und Nervensystem wurden zusätzlich zu den im Rahmenlehrplan geforderten Themen mit aufgenommen. Die auf der CD enthaltenen Bilder und Tabellen können extrahiert und in andere Dokumente eingefügt werden. Die Inhalte entsprechen dem Rahmenlehrplan und den Anforderungen der Zwischen- und Abschlussprüfung.

Erziehungswissenschaftlerinnen in der Frauen- und Geschlechterforschung

Prof. Dr. Anne Schlüter, 2008, Opladen: Barbara Budrich, S. 204; ISBN 978-3-86649-155-7; 22,90 EUR

Das Buch gestattet einen speziellen Blick auf die Anfänge der Frauen- und Ge-schlechterforschung bis hinein in die 1990er Jahre. Es ist für alle, die dieses For-schungsgebiet weiterführen wollen oder sich dafür aus anderen Gründen interessie¬ren, ein wertvolles Dokument. Aber der Sammelband eignet sich nicht nur als histori¬sches Dokument - „So war das damals also!“, sondern auch als Antwort auf Bärbel Schöns Frage: „Was lernt uns das?“ (136) Es lernt uns aus Sicht der unmittelbar Beteiligten, dass Frauennetzwerke viel erreicht haben und dass solche Zusammenschlüsse weiterhin unerlässlich sind, um auf dem Weg zur Chancengleichheit in der Wissenschaft weiter voran zu kommen. Und es lernt uns, Mut zu haben. Mut zu eigenen Wegen, neuen Fragen und Projekten und vor allem zu einer individuellen, freien Lebensführung im Kontext wissenschaftlichen Arbeitens.

Lexikon deutschsprachiger Epik und Dramatik von Autorinnen

(1730-1900)

Prof. Dr. Gudrun Loster-Schneider, Prof. Dr. Gaby Pailer, Francke Verlag, 2006, S. 491 mit CD-ROM, 79€, ISBN 978-3-7720-8189-7

340 Dramen und Prosawerke von rund 200 deutschsprachigen Schrift­stellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts werden hier (zum Teil erst­mals wieder) zugänglich gemacht. Vertreten sind größtenteils "verges­sene" Autorinnen von Ahlefeld bis Zitz, aber auch Kanonautorinnen, wie Gottsched, La Roche, Arnim oder Andreas-Salomé. Im Vordergrund stehen dabei nicht biographische Daten, son­dern die Werke der Autorinnen. Diese decken inhaltlich ein brei­tes Spektrum ab: Historische Romane stehen neben Revoluti­onsdramen, (auto-)bio­graphischen Erzählungen, Reiseschilde­rungen, satirischen Lustspielen und Märtyrernovellen. Durch seine Fülle an behandelten Werken unter­scheidet sich dieser Band von allen bisherigen Autorinnen-Lexika. Er liefert zuverläs­sige Informationen für Literaturwissenschaftlerinnen und Kultur­wissenschaftler und ist darüber hinaus ein Lesegenuss für ein an Literatur interessiertes allgemeines Lesepublikum.

Die beiliegende CD-ROM ist als modernes Sachregister nutzbar und ermöglicht eine gezielte und komfortable Recherche nach Autorinnen, Werktiteln und weiteren wichtigen Daten sowie eine Volltextsuche im Artikeltext. Zusatzfunktionen, wie eigene Notizen zu Lexikonartikeln erstellen und verwalten, Text markieren, ausdrucken oder Lesezeichen setzen, machen die CD-ROM zu einem wertvollen Arbeitsinstrument. Die bibliographische Referenz auf das gedruckte Werk ist bei jedem Artikel elektronisch hinterlegt. Besprechung von Gabriele Jöck (20.05.2007):

"Gudrun Loster-Schneider stellte der DAB-Regionalgruppe im Rhein-Neckar-Dreieck ihr neuestes Werk vor, das sie zusammen mit einer Kollegin verfasste. Anders als in den vielen anderen Nachschlagewerken, in denen das Leben und Schaffen von Schriftstellerinnen dargestellt wird, befasst sich dieses Kompendium ausführlich mit den Werken und nur marginal mit der Biografie der ausgewählten Schriftstellerinnen aus eineinhalb Jahrhunderten. Es lässt sich darin sowohl genüsslich schmökern als auch mithilfe der beigefügten CD gründlich recherchieren. Inzwischen wird der Band auch schon das "Frauen-Kindler" genannt als weibliche Alternative zu "Kindlers Literatur Lexikon", das überwiegend schreibende Männer benennt."

New Women of Spain

Social-Political and Philosophical Studies of Feminist Thought

Irmhild Kettschau, Elisabeth Sotelo (Hrsg.), Erschienen in der Reihe Frauenstudien und emanzipatorische Frauenarbeit, Band 4, LIT Verlag Münster, 2005, S. 457, 25,90 €, ISBN 978-3-8258-6199-5

New Women of Spain ist eine Sammlung von Essays. Das Buch ermöglicht einen tiefen Einblick in den Stand der feministischen Positionen der weiblichen spanischen Gelehrten. Der Fokus liegt dabei auf den sozialen und politischen Errungenschaften, die durch den Feminismus während des Übergangs Spaniens zur Demokratie erreicht wurden. Die Leserin kann sich hier einen guten Überblick über die radikalen Veränderungen des Frauenbildes verschaffen. Dazu gibt dieser Band einen klugen Überblick über die Bandbreite der akademischen Forschung zu feministischen und Gender-Themen und veranschaulicht die Entwicklung dieses Themas in den letzten 30 Jahren und dessen zunehmende Differenziertheit.

New Women of Spain ist ein hervorragendes Beispiel für die dramatische Weiter-Entwicklung des Feminismus in Spanien und seiner Auswirkung auf die Gesellschaft und auf den heutigen Status der Spanierinnen.

Ausgegraben zwischen Materialclustern und Zeitscheiben

Perspektiven zur archäologischen Geschlechterforschung

Jana Esther Fries, Julia Katharina Koch (Hrsg.), Waxmann Verlag, 2005, S. 169, 14,90€, Frauen – Forschung – Archäologie, Band 6, ISBN 3-8309-1515-2

Die Prähistorische Archäologie nimmt sich seit einigen Jahren einer neuen Fragestellung an: Frauen- und Männerrollen gelten nicht mehr als universell und ahistorisch, sondern werden als veränderlich und als Teil der jeweiligen sozialen Ordnung begriffen. Damit öffnet sich ein umfangreiches Aufgabenfeld für prähistorische Frauen- und Geschlechterforschung. Dieser Tagungsband bietet einen vielfältigen Überblick über die aktuell diskutierten Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse von den Niederlanden über den Kaukasus bis Australien.

Handbuch zur universitären Gleichstellungspolitik

Von der Frauenförderung zum Gendermanagement?

Eva Blome, Alexandra Erfmeier, Nina Gülcher, Kerstin Smasal, Sandra Smykalla, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005, S. 308, 49,99€, ISBN 978-3-8100-4216-3

Universitäre Gleichstellungspolitik bewegt sich derzeit im Spannungsfeld von aktuellen geschlechtertheoretischen Debatten und den Reformbestrebungen an deutschen Hochschulen. Das Handbuch will der zunehmenden Komplexität universitärer Gleichstellungsarbeit Rechnung tragen und zu ihrer Professionalisierung beitragen. Der erste Teil vermittelt theoretische Grundlagen und regt zur Reflexion der Erkenntnisse aus der Geschlechterforschung an, die gleichstellungspolitische Praxis beeinflussen. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf den konkreten Aufgabenfeldern und Handlungsmöglichkeiten von Gleichstellungsbeauftragten an der Hochschule. In der Verschränkung von Theorie und Praxis sollen Paradoxien gleichstellungspolitischen Handelns als Herausforderung produktiv gemacht werden.

Pressestimmen

"Universitäre Gleichstellungspolitik bewegt sich im Spannungsfeld von aktuellen geschlechtertheoretischen Debatten und den Reformbestrebungen an den Hochschulen. Dies erfordert von den Verantwortlichen: Sie müssen gut informiert sein über die Erkenntnisse aus der Geschlechterforschung und sie müssen sich Instrumente für wirkungsvolles gleichstellungspolitisches Handeln aneignen. Eine gute Informationsbasis bietet dafür das von ehemaligen Frauenbeauftragten verfasste Handbuch." duz - Unabhängige Deutsche Universitätszeitung, 12-2009

"Der besondere Verdienst der Autorinnen besteht in der Zusammenführung von Eindrücken aus der Gleichstellungspraxis und Ergebnissen einer langjährigen Auseinandersetzung mit feministischer Theoriebildung zu einer gleichstellungspolitischen Gesamtschau." Die Hochschule - Journal für Wissenschaft und Bildung, 1-2006

"Abschließend bleibt festzuhalten, dass den Autorinnen ein Handbuch gelungen ist, das der Komplexität universitärer Gleichstellungsarbeit Rechnung trägt, weil es einen aktuellen, informativen sowie inhaltlich breiten Überblick über die verschiedenen Aspekte und Praradoxien von universitärer Gleichstellungspolitik liefert." Feministische Studien, 1-2006

"Es wäre zu wünschen, dass jede Frauenbeauftragte mit ihrem Amt zugleich auch dieses Buch in die Hand bekommt." www.querelles-net.de, 24.04.2006

"Für die Arbeit an Hochschulen, egal, in welcher Tätigkeit, unverzichtbar; und [...] auch für andere Frauenbeauftragte, z.B. an Bildungseinrichtungen, eine gute Anregung und Weiterbildung." Wir Frauen, 4-2005

Frauen für die Front

Gespräche mit Wehrmachtshelferinnen

Dr. Rosemarie Killius, Militzke Verlag, 2003, S. 190, 19,90€, ISBN 978-3-8618-9296-0

Das Buch ist inzwischen vergriffen, aber bei der Autorin noch für 10 Euro zu erhalten. (Kontakt: Dr. Rosemarie Killius, Tel. 069-519248 oder Mail)

Eine halbe Million deutscher Frauen zog im Gefolge der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg. Ob als "Blitzmädchen" bei der Fernmeldetruppe, Hilfskanoniere an der Flak oder Bürokräfte im Stabdienst wurden sie in ganz Europa eingesetzt. Einige von ihnen hofften auf das große Abenteuer, andere wiederum folgten stolz dem Aufruf, "einen Soldaten für die Front frei zu machen". Sie wollten helfen, den Krieg zu gewinnen. Nach dem Ende des "Dritten Reiches" herrschte sowohl bei den Überlebenden als auch in der Forschung Schweigen über diesen Lebensabschnitt. Die Enttäuschung darüber, einem verbrecherischen Regime gedient zu haben, konnten viele ehemalige Wehrmachtshelferinnen nicht verarbeiten. So verdrängten sie die belastenden Erinnerungen.

Rosemarie Killius gelingt es, die Frauen auf subtile Weise zum Sprechen zu bringen, so dass bewegende Schicksale sichtbar werden.

Vorwort von Margarete Mitscherlich

Zerreiße den Schleier der Ohnmacht

Behjat Moaali, Manuela Runge, Krüger Verlag, 2003, S. 250, 7,50€, ISBN 978-3-8105-1285-7

"Tara, stolze Schwester" erzählt die Lebensgeschichten zweier Frauen aus dem Iran, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Behjat Moaali wird als drittes von neun Kindern eines wohlhabenden und ungewöhnlich liberalen Fabrikbesitzers geboren. Sie studiert Rechtswissenschaften, eröffnet eine Kanzlei in Teheran und setzt sich vor allem für die Rechte iranischer Frauen ein. So lernt sie die fast gleichaltrige Tara kennen, Tochter eines Schusters, in einem abgelegenen Bergdorf geboren und Analphabetin. Taras Versuch weiblicher Selbstbestimmung - sie weigert sich, sich nach dem Tod ihres ersten Mannes erneut verkuppeln zu lassen und wird aus der Gemeinschaft der Dorffrauen ausgeschlossen - endet in einer Katastrophe. Tara wird des Kindsmords angeklagt, Behjat Moaali ihre Pflichtverteidigerin. Doch sie kämpft vergeblich gegen die islamistische Rechtsprechung: Tara wird unter spektakulärem Medienrummel hingerichtet. Behjat selbst gerät zusehends unter politischen Druck und muß aus Teheran fliehen.

Eine Dame zwischen 500 Herren

Julia Katharina Koch, Eva-Maria Mertens (Hrsg.), Waxmann Verlag, 2002, S. 298, 19,50€, Frauen – Forschung – Archäologie, Band 4, ISBN 978-3-8309-1066-4

1899 wurde der Prähistorikerin Johanna Mestorf als einer der ersten Frauen Deutschlands der Professorentitel verliehen. Anlässlich des 100sten Jahrestages wurde an der Christian-Albrechts-Universität Kiel dieser bedeutenden Wissenschaftlerin gedacht und ihre herausragenden Leistungen mit einer Tagung gewürdigt, deren Beiträge hier erstmals veröffentlicht werden. Die 18 Artikel dieses Bandes spannen einen Bogen ausgehend von dem historischen Hintergrund über verschiedene biographische Stationen der Jubilarin bis hin zu weiteren Kolleginnen und Pionierinnen der Archäologie.

Biographien von Naturwissenschaftlerinnen des Deutschen Akademikerinnen Bundes e.V.

Eine Interviewreihe der DAB-Arbeitsgruppe Frauen in Naturwissenschaft und Technik als Festschrift des DAB zum 75-jährigen Jubiläums

Deutscher Akademikerinnenbund e.V., Eigenverlag, 2001, ISBN 300-0-0777-90

In Interviews hat der Arbeitskreis "Frauen in Naturwissenschaften und Technik" die Lebenläufe von Frauen, die dem DAB angehören, nachgezeichnet. Sie haben allesamt eine naturwissenschaftlich technische Ausbildung und einen entsprechenden Beruf gewählt und berichten von den Schwierigkeiten, aber auch von den Höhepunkten, die eine solche Berufswahl ihnen gebarcht haben.

Die Publikation steht hier zum Download bereit.

Frauenweiterbildung

Innovative Bildungstheorien und kritische Anwendungen

Elisabeth de Sotelo (Hrsg.), Beltz - Deutscher Studien Verlag, 2000, S. 243, 35€, ISBN 978-3-8927-1908-3

In den 15 Beiträgen des Sammelbandes werden historische Traditionslinien, innovative Ansätze sowie beispielhafte Anwendungsbereiche dokumentiert und reflektiert. Den Ausgangspunkt der Überlegungen stellt die Kluft dar, die zwischen den zahlreichen Aktivitäten und Projekten im Bereich der Frauenbildung und dem vielfach konstatierten Mangel an theoretischer Durchdringung und systematischer Integration konzeptioneller Fragen besteht. Die Autorinnen untersuchen in facettenreicher Form Ziele, Inhalte, Orienrierunge und Verortungen der Frauenweiterbildung. Die besondere Leistung des Bandes liegt in der Zusammenstellung transdisziplinärer Zugänge, mittels derer eine theoretische Aufarbeitung der inzwischen etablierten Praxis der Frauenbildung in größerem Umfang ermöglicht wird. Analytische Dimensionen sind die nach wie vor aktuellen Polaritäten von "privat und politisch", "Gleichheit und Differenz der Geschlechter", "Individuum und soziale Struktur" sowie "Theorie und Praxis", wobei bereits erschlossene Potentiale und in Zukunft zu nutzende Chancen ebenso Berücksichtigung finden wie noch immer vorhandene Restriktionen im Hinblick auf die gesellschaftliche Gleichberechtigung.

Frauenkalender

Afsar Soheila Sattari, Köln, 2002, auf Persisch, ISBN 3-9807933-1-1; Köln, 2001, auf Persisch, ISBN 3-9807933-0-3;Teheran, 2000, auf Persisch, ISBN 3-9807933-2-X

In den Frauenkalendern wurden zu den jeweiligen Tagen sowohl bis Dato als auch historische Geschehnisse, die Frauen betrafen, eingetragen. Des Weiteren wurden die fortschrittlichen Aktivitäten der Frauen, landesweit und international, thematisch gegliedert und bei den Anlagen nach jedem Vierteljahr verfasst.

Sei still, Kind! Adolf spricht

Gespräche mit Zeitzeuginnen

Dr. Rosemarie Killius, Militzke Verlag, 2000, S. 253, 19,43€, ISBN 978-3-8618-9180-2

Das Buch ist inzwischen vergriffen, aber bei der Autorin noch für 10 Euro zu erhalten. (Kontakt: Dr. Rosemarie Killius, Tel. 069-519248 oder Mail)

Die Historikerin Rosemarie Killius hat 26 Frauen nach ihrem Erleben des Zweiten Weltkrieges befragt. Prominente wie Margarethe Mitscherlich, Gisela May, Leonie Ossowski, Swetlana Alexijewitsch, Marianne Meyer-Kramer, geb. Goerdeler, Tisa von Schulenburg, aber auch Unbekannte eröffnen ungewöhnliche Einblicke. Die Frauen wurden verfolgt, gerettet, geduldet, übersehen und missbraucht. Ihre emotionalen und ganz Persönlichen Schilderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln faszinieren und erschüttern.

Besprechung von Peter Gingold:

"In einem Atemzug habe ich es gelesen, die Gespräche mit Zeitzeuginnen. Bereits von den ersten Seiten war ich gefesselt. Darin schildert Rosemarie Killius was sie eigentlich bewogen hatte, unterschiedlichste Frauen, die gegen den Nationalsozialismus kämpften, aufzusuchen - sogar bis an die Wolga ist sie gefahren, um dann die Gespräche mit ihnen in einem Buch festzuhalten."

Gleichstellung und Institution: Schule und Hochschule im Reformprozess

Eine Festschrift für Doris Knab

Susanne Diemer, Ruth Hagengruber, Otti Stein, Sigrid Wedig, Edit Kirsch-Auwärter, Sigrid Philipps (Hrsg.), Kimmerle, 1998, S. 254, 1€, ISBN 978-3-8929-5630-3

Schulen und Hochschulen werden zunehmend mit kritischen Fragen aus Politik und Öffentlichkeit konfrontiert. Werden diese beiden Institutionen ihrem gesellschaftlichen Auftrag noch gerecht? Welche Massnahmen müssen getroffen werden, um die unübersehbare Krise zu überwinden? Einer der entscheidenden Prüfsteine für die Reformfähigkeit von Institutionen ist die Praxis von Frauenförderung und Gleichstellungspolitik. Die hier versammelten Beträge zur Wissenschaftspolitik sind ein Dank an die Wegbereiterin einer reform-orientierten, geschlechtergerechten Schul- und Hochschulpolitik in Baden-Württemberg: Professorin Dr. Doris Knab.

Makel, Mühsal, Privileg?

Eine hundertjährige Geschichte des Alleinerziehens

Sabine Hering, dipa-Verlag, 1998, S. 238, um 10 €, ISBN 3-7638-0379-3

Die soziale Situation, in der sich unverheiratete, geschiedene oder verwitwte Frauen und Mäner mit ihren Kindern gegenwärtig befinden, ist nicht losgelöst von ihrem geschichtlichen Entstehunsprozess zu begreifen, das heißt von ihrer schrittweisen Befreiung aus Not und Erniedrigung, von den Kämpfen gegen Bevormundung und Diskriminierung und auch von der Zähigkeit der Vorurteile und des Beharrens auf überkommener Moral und Anmaßung von Urteil und Strafe. In einem historsichen Überblick werden die Spezifika des Umgangs mit nichtehelichen Eltern und Kindern in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderst bis zur Reichsgründung skizziert. Der folgende Zeitraum von 1871 bis 1990 wird in die Abschnitte Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit und Restauration und Reformphase untergliedert. Ergänzt wird die Darstellung durch zahlreiche Abbildungen und Dokumente sowie eine umfangreiche Literturliste zur Vertiefung der skizzierten Themenbereiche.

Begegnungen mit Philosophinnen

Seminar

Ruth Hagengruber, Otti Stein, Sigrid Wedig, Verlag Ralf Quast, 1997, S. 124, 14,50€, ISBN 978-3-9289-6115-8

Wer sich heute ernsthaft mit Philosophie beschäftigt, kommt nicht umhin, auch die wesentlichen Texte der Philosophinnen zu studieren. Bis heute waren ihre Entwürfe der philosophischen Rezeption weitgehend verborgen. Die vorliegende Präsentation zweiundzwanzig klassischer und zeitgenössischer Philosophinnen wurde von den Seminarteilnehmerinnen der Koblenzer Frauenstudien erarbeitet und richtet sich an ein breites Publikum. Die Darstellungen geben einen ersten historischen Überblick über wichtige Stationen einer sechshundertjährigen Entwicklung der feministischen Philosophie. Sie dienen auch dem Ziel, in die Hauptprobleme feministsicher Ethik einzuführen. Die problemorientierte kapitelweise Gliederung und die Einführung bieten eine erste Orientierungshilfe für ein bisher wenig erforschtes Wissensgebiet.

Wissenschaftiche Weiterbildung für Frauen

Elisabeth de Sotelo (Hrsg.), LIT Verlag, 1997, S. 208, 10€, ISBN 978-3-8258-3223-0

Der Band gibt die Tagung "Frauen in Öffentlichkeit, Beruf und Familie" wieder, die als komplementäre Veranstaltung zum Modellprojekt KOBLENZER FRAUENSTUDIEN - WISSENSCHAFTLICHE WEITERBILDUNG FÜR FRAUEN im November 1995 an der Universität in Koblenz stattfand.

Nun gehen Sie hin und heiraten Sie

Die Töchter der Alma mater im 20. Jahrhundert

Isolde Tröndle-Weintritt, Petra Herkert (Hrsg.), Kore Edition & Vertrieb GmbH & Co., 1997, S. 396, um 12€, ISBN 978-3-9260-2358-2

Die (Auto-)Biographien von Mitglieder des Freiburger Akademikerinnen-Vereins, die sich weitestgehend der 1929 gegründeten Regionalgruppe Freiburg des Deutschen Akademikerinnenbundes angeschlossen haben, sind nicht nur ein Beitrag zur Frauengeschichtsschreibung im allgemeinen, sondern darüber hinaus ein Beitrag zur Stadtgeschichte Freiburgs. Viele der Akademikerinnen haben als Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf die Entwicklung Freiburgs Einfluß genommen.

Das Buch wurde in den 1990er Jahren von der Regionalgruppe Freiburg des DAB initiiert und wesentlich erarbeitet. Ziel war es das Erfahrungspotential der von ca. 1900 bis 1925 geborenen Akademikerinnen auszuschöpfen und es in Form von Biographien auch anderen zugänglich zu machen. Hauptinteresse war die Frage, was es zu dieser Zeit bedeutete, als Frau eine akademische Ausbildung zu absolvieren und einen entsprechenden beruflichen Werdegang einzuschlagen.

Das Buch ist vergriffen, aber im Antiquariat relativ häufig gebraucht zu erwerben oder über die Buchausleihe erhältlich.

Neue Frauenbildung

Elisabeth de Sotelo (Hrsg.), Context Verlag, 1995, S. 160, 9€, ISBN 978-3-9240-7223-0

Der Band stellt eine Dokumentation der Fachtagung zum Modellprojekt "Koblenzer Frauenstudien" von 1993 dar und fasst die einzelenen Beiträge zusammen.

Women's Studies im internationalen Vergleich

Heike Fleßner, Marianne Kriszio, Rita Kurth, Lydia Potts (Hrsg.), Centaurus, 1994, S. 240, 4€, ISBN 978-3-8908-5971-2

Der Band gibt Auskunft über den Stand der Entwicklung von Frauenstudien(-Programmen) und deren Inhalte und diskutiert unterschiedliche curriculare Konzepte und Institutionalisierungsstratgien. Er bezieht sich auf Erfahrungen aus den USA, den Niederlanden und Deutschland und hat die europäische Entwicklung im Blick.

Frauen in Wissenschaft und Politik

Ursula Huffmann, Dorothea Frandsen, Annette Kuhn (Hrsg.), Patmos-Schwarm Verlag, 1987, S. 304, 4,50€, ISBN 978-3-4911-8063-5

Frauen aus allen Disziplinen, die sich im Deutschen Akademikerinnenbund zusammengefunden haben, berichten aus ihrer gesellschaftspolitischen oder wissenschaftlichen Arbeit. Sie wollen zeigen, dass sie sich aufgrund ihrer Ausbildung dazu verpflichtet fühlen, Pilotfunktionen zu übernehmen, staatsbürgerliche Verantwortung zu tragen und sich für die Belange aller Frauen zu engagieren, und damit besonders auch jene Frauen zu unterstützen, die nicht die Chance einer entsprechenden Ausbildung hatten. Der Sammelband legt dar, dass es in den Achtziger Jahren wie auch in den Jahrzehnten davor Frauen gelingt, Einfluss auszuüben, Verhalten zu verändern oder Vorstellungen durchzusetzen; sei es in Politik, in der Gesetzgebung, in der Wirtschaft, Forschung oder Lehre. Das Buch soll dazu beitragen, die Leserinnen und Leser zu ermutigen, sich trotz aller Widrigkeiten den Gegegnwartsfragen zu stellen und an Problemlösungen mitzuarbeiten.

Kein Schutz – nirgends

Frauen und Kinder auf der Flucht

Maria von Welser, Ludwig Verlag, 2016, 17,99 €, ISBN: 978-3-453-28080-9

Dem sicheren Hafen so fern Mehr als 50 % aller Flüchtlinge weltweit sind Frauen – weshalb werden dann 70 % der Asylanträge in Deutschland von Männern gestellt? Maria von Welser reist in die Krisenregionen dieser Welt und recherchiert vor Ort, warum die meisten Frauen buchstäblich auf der Strecke bleiben. Viele Frauen in den Flüchtlingslagern können nicht mehr weiter, aber auch nicht zurück. Weil sie sonst verhungern, vergewaltigt oder ermordet werden. Und wenn sie es doch übers Meer oder auf dem Landweg schaffen, sind sie schwerst traumatisiert – und oft schwanger. Denn Schleuser verlangen als Bezahlung häufig mehr als Geld. Doch auch in europäischen Auffanglagern und Flüchtlingsheimen ist die Lage nicht unbedingt besser: Auch hier kommt es zu sexuellen Übergriffen, und die Frauen wagen nicht, sich zu wehren. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden. Ein eindringliches Buch über das verborgene Leid vor den Türen Europas und unser aller Augen.

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