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Die Geschichte zweier Frauen, Euplia und Magia Pulchra, die sich im 1. nachchristlichen Jahrhundert mit dem Fernhandel beschäftigten, erfahren Sie in einem spannenden Vortrag von Sophia Zoumbaki, Forschungsdirektorin am Ιnstitut für Historische Forschung, Abteilung für griechische und römische Antike (Athen, Griechenland), auf YouTube: "Women and Entrepreneurship in the Eastern Mediterranean: From Melos to Puteoli and Pompei" (auf Englisch). Der Vortrag vom 6. April 2022 an der Französischen Archäologischen Schule in Athen (École française d'Athènes, EfA) ist im Video-Archiv der EfA zugänglich.

Zusammenfassung: Zwei Frauen, Euplia, Tochter des Theodorus, aus Melos, und Magia L.f. Pulchra, werden im Wachstäfelchen-Archiv von Sulpicii erwähnt, das in Pompeji 1959 gefunden wurde. Euplia erscheint wiederholt als Schuldnerin, die stets unter der Vormundschaft des athenischen Epichares handelt, der auch für ihre Darlehen bürgte. Magia L.f. Pulchra erscheint ohne Vormund und lieh sich eine große Geldsumme. Archäologische Funde, neues epigraphisches Material sowie die Neubewertung veröffentlichter Inschriften aus Melos werden genutzt, um den sozialen Hintergrund und die wirtschaftlichen Verhältnisse dieser beiden Frauen zu erhellen. Es scheint, dass sie als Geschäftsfrauen, die große Unternehmen leiteten, am Fernhandel im Mittelmeerraum beteiligt waren, wobei sie die Hindernisse, die sich aus ihrem Geschlecht und den Gefahren des Seehandels ergaben, außer Acht ließen.

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