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Pressemitteilung

Wissens- und Bildungstranfer zwischen Berufsleben und Rente
Vortrag Nr. 68 auf dem Deutschen Seniorentag am 29.5.2018 in Dortmund

Berlin, 03.05.2018 - Das Leben als Rentner_in kann 20 bis 25 Jahre umfassen, ein umfassender Lebensabschnitt. Es gilt, diesem sogenannten dritten Lebensabschnitt Lebensqualität und beglückende Inhalte zu geben. Fördern und Fordern, generationsübergreifendes Miteinander und Fürsorge für einander hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) auf die Fahnen geschrieben. Der alle drei Jahre stattfindende Deutsche Seniorentag steht deshalb unter dem Motto „Brücken bauen". Dipl-Verw.Wirt Gerhard Ballewski von der Gewerkschaft Komba und unser Mitglied Dipl.-Ing. Maren Heinzerling wollen Arbeitgeber, Kommunalpolitiker, Institutionen, Verbände und Vereine anregen, die künftigen Ruheständler_innen schon ein bis zwei Jahre v o r dem Renteneintritt auf fach- oder sozialbezogene Tätigkeiten im Ruhestand einzustimmen und ihr Wissen zu sichern.

Als Folge des demographischen Wandels, der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung steht Deutschland vor einer Welle von Verrentungen. Die ausscheidenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entziehen ihren Arbeitgebern nicht nur ein großes Wissenspotenzial, sie stellen mit ihren Lebenserfahrungen auch einen wertvollen Fundus an Bildung, Kompetenzen und Fertigkeiten dar, der verstärkt genutzt werden sollte.
Behörden und Firmen bemühen sich hier und da um die Realisierung altersgerechter Teilzeitbeschäftigungen, möchten einzelne Mitarbeiter über das Renteneintrittsalter hinaus am Arbeitsplatz halten. Daher ist es sinnvoll, Voraussetzungen zu schaffen, um zumindest die Mitarbeit und das Expertenwissen von Rentnern temporär abrufen zu können. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden, um mit den Ausscheidenden in Kontakt zu bleiben, sie weiter über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufenden zu halten und/oder sie für eine fachlich orientierte Beschäftigung nach dem Renteneintritt zu motivieren. Auch die dokumentarische Sicherung ihres Wissens sollte rechtzeitig erfolgen. Herr Ballewski senioren@brandenburg.dbb.de wird die unterschiedlichen, technischen Möglichkeiten vorstellen.
Um Ruheständlerinnen und Ruheständler geistig flexibel und gesund zu erhalten, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, sie sozial einzubinden, ihre Fähigkeiten und ihre Lebenskraft gesellschaftlich wichtigen Aufgaben zugute kommen zu lassen, sollten Arbeitgeber beizeiten besondere Neigungen, Interessen, Kenntnisse sowie zeitliche und physische Rahmenbedingungen ihrer Ruhestandsaspiranten auf freiwilliger Basis erfassen. Daneben könnten firmeninterne Plattformen und Veranstaltungen dazu beitragen, Kontakte zu örtlich aktiven Institutionen und Verbänden zu schaffen sowie einen Erfahrungsaustausch zwischen aktiven und ehemaligen Mitarbeitern in Gang zu setzen. Gerade ältere Menschen bewegen sich gern im gewohnten Personenkreis und im vertrauten Umfeld; das weiß Maren Heinzerling heinzerling.maren@googlemail.com aus ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit, u.a. als Initiatorin der Projektes Zauberhafte Physik www.zauberhafte-physik.net . Neugier, Flexibilität und Antriebskraft lassen oft mit zunehmendem Alter nach. Daher plädiert sie dafür, entsprechende Anregungen frühzeitig an die zukünftigen Rentner_innen heranzutragen und entsprechende Entscheidungsprozesse in Gang zu setzen.
Der Deutsche Seniorentag vom 28. bis 30. Mai 2018 bietet zu diesem Anliegen weitere Vorträge an.
http://www.deutscher-seniorentag.de/programm.html

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