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Während der Angriffskrieg der russischen Föderation auf die Ukraine an Brutalität zunimmt, versuchen immer mehr Menschen das Land zu verlassen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen dabei nicht nur der Herausforderung gegenüber ihr bisheriges Leben in einem Land im Kriegszustand zurückzulassen, sondern auch wichtige Forschungsprojekte fortzusetzen, an deren Umsetzung sie seit Jahren intensiv arbeiten.

Professorin Liudmyla Stepanovna Smokova kam im Februar als Gastwissenschaftlerin an die Hochschule Osnabrück. Momentan sieht sie sich außerstande an ihre Heimatuniversität, die Odessa Mechnikov National University zurückzukehren. Unter Berufung auf seine Gründungsziele, Frauen in der Wissenschaft zu fördern und zu vernetzen, reagierte der Vorstand des Deutschen Akademikerinnenbundes (DAB e.V.) schnell und unbürokratisch und sicherte Professorin Smokova nach einer einstimmigen Entscheidung ein Stipendium von 3000€ zu.

Ziel der Förderung sei es, ihr kurzfristig zu ermöglichen, ihre Forschungs- und Kooperationsaktivitäten trotz der kritischen Situation fortzusetzen. Zum Ende des Förderzeitraums durch den DAB ist geplant, dass Professorin Smokova neben einer wissenschaftlichen Publikation ihre aktuellen Ergebnisse in der Verbandzeitschrift KONSENS veröffentlicht und in einem Podcast darüber berichtet.

„Es ist eine dringende Notwendigkeit, dem ukrainischen Volk internationale Unterstützung zu geben. Dass der Deutsche Akademikerinnenbund das in dieser Form so konkret für Professorin Smokova tun kann, macht uns stolz.“ äußerte sich DAB-Präsidentin Manuela Queitsch bei der Bewilligung des Stipendiums.

Professorin Smokovas Forschungsthemen umfassen die Integration von Migrierten und deren psychische Gesundheit, sowie den gesellschaftlichen Umgang mit Migration. Im Rahmen des Forschungsprojektes Diversechance-East, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, untersucht sie aktuell Prädiktoren und Kriterien der interkulturellen Kompetenz. Dazu arbeitet sie eng mit dem Forschungsteam von Professorin Petia Genkova von der Hochschule Osnabrück zusammen. Der Vorstand des DAB strebt darüber hinaus an, weitere Individualförderungen möglich zu machen, um der akuten Bedrohung von Wissenschaftlerinnen in der Ukraine zu begegnen.

Der DAB ist ein Zusammenschluss von akademisch ausgebildeten Frauen aller Fachrichtungen. Er wurde 1926 gegründet und ist damit einer der ältesten Frauenverbände Deutschlands. Auf seiner Agenda steht die Förderung von Frauen und ihrer Gleichberechtigung in Beruf, Familie und Politik.

Seit Beginn seines Wirkens ist der DAB international ausgerichtet und hat zahlreiche wichtige Frauenforen mitgegründet, wie zum Beispiel das Deutsche Komitee innerhalb des Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen. Der DAB ist unter anderem im Deutschen Frauenrat vertreten und kooperiert mit zahlreichen nationalen und internationalen Frauenverbänden.

Kontakt: Deutscher Akademikerinnenbund e.V, info@dab-ev.org
Sigmaringer Str. 1, 10713 Berlin
 

Die Pressemitteilung als PDF.

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