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Mentorinnen gesucht

05.05.2021

Mentorinnen gesucht. Der DAB sucht Akademikerinnen, die Studierenden und Berufs-Starterinnen zwei Jahre begleiten und unterstützen können.

Die Anforderungen sind:
Berufserfahrung
Einfühlungsvermögen
technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung
Sozialpädagogische Ausbildung

Melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle oder unter info@dab.ev.org

Anfragen:

  • Humangeographin, benötigt Unterstützung bei Projektanträgen
  • eine Masterstudentin in den Endzügen ihresStudiums der Kulturwissenschaften - Culture, Arts & Media mit einem Schwerpunkt in Textkulturen und einem Minor in Arts Organization, benötigt Unterstützung einer Mentorin in den Berufsstart

FRAUEN AUS ALLER FRAUEN LÄNDER GESTALTEN DIE ZUKUNFT DEUTSCHLANDS

16.04.2021

Deutschland ist ein Wissenschaftsstandort mit einer jahrhundertelangen Tradition. Viele Frauen aus aller Frauen Länder folgen seinem Ruf und prägen mit uns die akademische Wirklichkeit. Können sie dazu beitragen, unsere Gesellschaft zu verändern, zu verbessern? Haben sie genug Einflussmöglichkeiten dafür? Gestehen wir sie ihnen zu?Wohin wird diese Reise gehen?

In der Runde diskutieren Frauen, die Frauenuniversitäten gegründet, Forschungseinrichtungen geführt und Forschungen initiiert haben, mit Frauen,  die nach Deutschland migrierten und hier ihren akademischen Weg gegangen sind. Was bewegt sie alle? Was muss und kann sich ändern, um den Akademikerinnen mehr Gehör zu verschaffen? Was ist für uns alle wichtig, um die Zukunft gemeinsam erfolgreich zu meistern?

Frauen aus aller Frauen Länder gestalten die Zukunft in Deutschland ist eine Initiative des Deutschen Akademikerinnenbundes.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Präsidentin des Deutschen Akademikerinnenbundes, Manuela Queitsch, den Sophie La Roche-Preis an Elke Büdenbender verleihen, um ihren Einsatz für Frauen anzuerkennen.

Die Laudatio hält Auma Obama, Gründerin der Auti Kuu-Stiftung, Kenia, die in Deutschland studiert und promoviert hat.

Die Tagung ist eine Veranstaltung des Deutschen Akademikerinnenbundes in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB und dem Center for the History of Women Philosophers der Universität Paderborn Center HWPS.

Der Ablauf der Veranstaltung ist folgender:
Freitag, 30.4.2021, 14.30 – 17.00 UHR ONLINE unter WZBlive

VERLEIHUNG DES SOPHIE LA ROCHE-PREISES AN ELKE BÜDENBENDER
FRAUEN AUS ALLER FRAUEN LÄNDER GESTALTEN DIE ZUKUNFT DEUTSCHLANDS

14.30 Uhr
Begrüßung durch die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger
Begrüßung durch die Präsidentin des Deutschen Akademikerinnenbundes, Manuela Queitsch

14.45 Uhr
Roundtable FRAUEN AUS ALLER FRAUEN LÄNDER GESTALTEN DIE ZUKUNFT DEUTSCHLANDs
Mit:

JUTTA ALLMENDINGER
Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin

PETIA GENKOVA
Mitglied im Vorstand des Deutschen Akademikerinnenbunds, Professorin an der Hochschule Osnabrück

AYLA NEUSEL
Professorin em. der Gesamthochschule Kassel, frühere Vizepräsidentin der Gesamthochschule Kassel und Initiatorin der internationalen Frauenuniversität

LINN SELLE
Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland

PARTO TEHERANI-KRÖNNER
Umweltsoziologin mit dem Schwerpunkt Gender und Globalisierung, Wissenschaftliche Beraterin des Hortinlea-Projekts an der Humboldt Universität zu Berlin

Diskussionsleitung:
RUTH HAGENGRUBER
Vizepräsidentin des Deutschen Akademikerinnenbundes, Direktorin des Center for the History Of Women Philosophers an der Universität Paderborn, Professorin an der Universität Paderborn

ca. 16.15 Uhr
VERLEIHUNG DES SOPHIE LA ROCHE-PREISES AN ELKE BÜDENBENDER

MANUELA QUEITSCH
Präsidentin des Deutschen Akademikerinnenbundes, Ansprache zur Verleihung des Sophie La Roche-Preises

AUMA OBAMA
Auti Kuu-Stiftung, Kenia, Laudatio

ELKE BÜDENBENDER
Dankesworte

Ende der Veranstaltung gegen 17.00 Uhr

Plakat zum Download

WZBlive (einfach draufdrücken, kein Zoom erforderlich).

AUSTRITT AUS ISTANBUL-KONVENTION MUSS KONSEQUENZEN HABEN

22.03.2021

Deutscher Frauenrat
Berlin, 22. März 2021

Austritt aus Istanbul-Konvention muss Konsequenzen haben

Der Deutsche Frauenrat verurteilt den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention und fordert Konsequenzen für die deutsch- bzw. europäisch-türkischen Beziehungen. Bei ihrem heutigen Ratstreffen müssen sich die EU-Außenminister*innen und der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, dem antifeministischen Dammbruch in Europa entschlossen entgegenstellen.

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Bemühungen der Frauenbewegung, um Gewalt gegen Frauen in all ihrer Vielfalt zu ächten. „Der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention ist schockierend. Überraschend ist er leider nicht. Weltweit, unter den Mitgliedstaaten des Europarates, innerhalb der EU und auch in Deutschland stehen Frauenrechte unter Beschuss. Sie sind aber nicht verhandelbar,“ sagt Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats.

In Istanbul wurde die Europarats-Konvention 2011 von den ersten Mitgliedstaaten gezeichnet und 2012 von der Türkei als erstem Staat ratifiziert. In der jüngsten Vergangenheit hatten der türkische Präsident Erdogan und seine Partei sie aber wiederholt in Frage gestellt – eine scharfe internationale Reaktion darauf blieb bisher aus. Am Geburtsort der Konvention sorgt der Austritt per Dekret jetzt für große Proteste. „Frauenrechte sind Menschenrechte. Dieser gesellschaftliche Konsens wird offensichtlich wieder in Frage gestellt. Das können und werden wir als Frauenbewegung nicht hinnehmen,“ erklärt Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.

Neueste Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass weltweit jede dritte Frau in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen ist. Auch – und insbesondere – die junge Generation der Frauen erleidet Gewalt durch aktuelle oder ehemalige Partner. Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie häusliche Gewalt verschärft hat. Die türkische Organisation „Wir werden Frauenmorde stoppen“ zählte im Jahr 2020 über 300 Femizide. Eine Gewaltschutzkonvention in dieser Situation aufzukündigen ist zynisch und falsch.

In Solidarität mit der türkischen Frauenbewegung und den Frauen in der Türkei appelliert der DF an die Bundesregierung:

  • Im Rahmen des aktuellen Vorsitzes des Ministerkomitees des Europarates die Türkei aufzufordern, diesen Schritt rückgängig zu machen. Ein Ausdruck des Bedauerns kann hier nicht genügen.
  • Sich als aktuelles Mitglied der EU-Triopräsidentschaft ohne Verzug dafür einzusetzen, dass der Austritt der Türkei Konsequenzen für die deutschen und EU-Beziehungen zur Türkei haben sollte – auch in den aktuellen Verhandlungen über die Fortführung des Migrationspaktes mit der Türkei. Die fortschreitende Entfernung des Nato-Mitglieds von demokratischen Werten darf nicht länger ignoriert werden.

Nicht nur die Türkei auch EU-Mitgliedstaaten, wie Polen und Ungarn, stellen wiederholt die Gleichstellung der Geschlechter und konkret die Istanbul-Konvention in Frage. Der DF fordert die Bundesregierung deshalb auf:

  • Sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass die EU die Istanbul-Konvention umgehend ratifiziert. Ein Gutachten des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofes hat kürzlich festgestellt, dass dies rechtlich möglich ist.
  • In der EU einen antifeministischen Dammbruch zu verhindern. Innerhalb der EU-Mitgliedstaaten muss sichergestellt sein, dass EU-Mitglieder dem Aufkündigen der Konvention durch Erdogan nicht folgen. Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltschutz dürfen nicht zur Verhandlung gestellt werden – weder in Europa noch weltweit.

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands.

Pressemitteilung als PDF

Frauen gestalten die Zukunft Deutschlands - neue Interview-Reihe im DAB-Youtube-Kanal

11.01.2021

Die Präsidentin des DAB Manuela B. Queitsch eröffnet mit der neuen Interview-Reihe des DAB die Vorbereitungen zur Tagung "Frauen aus aller Frauen Länder" im April 2021. Im ersten Interview mit Kerstin Körner, Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde, werden Themen, wie z.B. weibliche Führung und Kommunikation herausgearbeitet, um das große Potential sichtbar zu machen, dass Frauen für die Gesellschaft sind.

https://youtu.be/L93gaUJ5KJ0

Frauen aus aller Frauen Länder
Die Tagung wird am 30. April 2021 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) stattfinden. In Kooperation mit dem WZB, das unter der Leitung der Präsidentin Frau Professorin Jutta Allmendinger steht, verleiht der DAB in einer feierlichen Veranstaltung den Sophie La Roche-Preis an Elke Büdenbender. Die Laudatio wird Dr. Auma Obama halten. 

In Abhängigkeit vom Pandemieverlauf wird die Tagung als Hybridveranstaltung stattfinden. Wir informieren laufend.

Anmeldungen sind in Kürze möglich.

Special-Newsletter DAB Arbeitskreis - FrauenPolitik und Wirtschaft (AK-FPW): "Geschlechtergerechte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik - Defizite und Handlungsansätze im Brennglas der Corona-Krise" – im Rahmen der Jahrestagung des Arbeitskreises FrauenPolitik und Wirtschaft

17.12.2020

Das Thema zur o.a. Jahrestagung am 6.11.2020 hatten wir im vergangenen Jahr beschlossen. Heute ist vieles, was wir für unser Programm geplant haben, hochaktuell geworden. Die Corona-Krise hat scheinwerferartig in den Blick, wie die Situation der meisten Frauen in der Arbeitswelt, bei der Sozialversorgung und im familiären Arbeitsbereich ist.

Es gilt erneut nachzufragen, inwiefern der Artikel drei unseres Grundgesetzes, der den Frauen gleiches Recht auf allen Gebieten zuspricht, Realität geworden ist. In der jetzigen Situation der Corona-Krise ist leicht festzustellen, dass Kinderbetreuung der vielfältigsten Art sowie Pflegearbeit neben der Erwerbsarbeit fast nur Frauensache sind und das Männer- Frauenverhältnis überwiegend bestimmen. Auf der politischen Ebene scheint seit 1977 bis heute nicht relevant geworden zu sein, dass es eine politische Verantwortung gibt, die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf allen Ebenen durchzusetzen.

Die Tagung kann nun wegen der Einschränkungen zur Ausbreitung des Coronavirus so nicht stattfinden. Wir planen sie für das Frühjahr 2021. Aus diesem Grund geben wir in Kurzfassung einen Überblick über die Referatsinhalte sowie die Stellungnahmen der geladenen Expertinnen. Die beiden Referate gehen auf Arbeitsmarkt, Arbeitssituation und Sozialpolitik sowie auf die derzeitigen Corona-Gegebenheiten ein. Die Faktenpräsentation und die analytischen Befunde finden (in einer Präsenztagung) ihre Fortsetzung in einer darauffolgenden offenen Diskussion, die in diesem Newsletter special mit drei Stellungnahmen vollzogen wird. Im Fokus der Expertinnen stehen besonders die Situation an den Universitäten und das Berufsleben von Akademikerinnen.

Hiermit möchten wir Sie einladen, sich von dem Newsletter inspirieren zu lassen, weiterzudenken und wenn möglich im Frühjahr 2021 in Berlin auf der Tagung des DAB Arbeitskreises FrauenPolitik und Wirtschaft zusammenzukommen und dort zu diskutieren und Hinweise an die Politik zu geben.

Der Arbeitskreis Frauen Politik und Wirtschaft wurde 2011 innerhalb des Deutschen Akademikerinnen Bundes gegründet. Grundlage der Arbeit des Arbeitskreises sind die folgenden werte- und zielorientierten Forderungen: Gleichberechtigung als Verfassungsziel für Frauen gesellschaftlich endlich auf allen Gebieten durchzusetzen, insbesondere im Arbeits- und Sozialrecht sowie in wirtschaftsrelevanten Zusammenhängen. Daraus ergibt sich das Engagement für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit und der Wunsch nach Anerkennung der Gleichwertigkeit der Geschlechter, insbesondere der „Wissenschaftsfähigkeit“ der Frauen.

Erdmute Geitner, 1. Sprecherin AK-FPW, Tanja Berger, Bildungsreferentin

Den vollständigen Newsletter bitte ich Sie im PDF zu lesen.

ENDSPURT VOR DER BUNDESTAGSWAHL 2021 FRAUEN- UND GLEICHSTELLUNGSPOLITIK IM LETZTEN REGIERUNGSJAHR

11.11.2020

Deutscher Frauenrat

Berlin, 11. November 2020

Die Große Koalition hat in den letzten drei Jahren den Großteil ihrer frauenpolitischen Koalitionsversprechen umgesetzt oder angepackt. Dafür gebührt ihr unsere Wertschätzung, auch wenn sich der Deutsche Frauenrat (DF) bei vielen Projekten mutigere Schritte gewünscht hätte, die jenseits des Koalitionsvertrages möglich gewesen wären.

Im Koalitionsvertrag wurden wichtige gleichstellungspolitische Maßnahmen vereinbart, die zum jetzigen Zeitpunkt zwar angefangen aber nicht abgeschlossen wurden. Wir erwarten deren zügige Umsetzung bis zur nächsten Bundestagswahl 2021.

Die Coronapandemie ist eine Krise, die vor allem auf den Schultern von Frauen lastet. Sie macht bestehende Geschlechterungleichheiten überdeutlich und zeigt uns, dass in der Gleichstellungspolitik noch viel zu tun ist.

Verbindliche Quoten für mehr Frauen in Führung

Eine Untersuchung der Albright Stiftung ergab, dass die Zahl der Frauen in den Dax30-Konzernen seit einem Jahr wieder sinkt. Gleichzeitig werden die Vorstände in anderen Ländern weiblicher. Geht es im aktuellen Tempo weiter, wären die Vorstände erst im Jahr 2053 paritätisch besetzt. Der längst vorliegende Gesetzentwurf für Führungspositionen will das ändern und sieht nicht nur eine Erweiterung des Geltungsbereiches für die gesetzliche vorgeschriebene Aufsichtsratsquote vor, sondern auch Vorgaben für eine Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen, die mehr als drei Personen umfassen. Damit gehen die Bundesministerinnen Giffey und Lambrecht einen wichtigen Schritt über den Koalitionsvertrag hinaus. Sie wollen die Beteiligung von Frauen an der Spitze der deutschen Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst signifikant vorantreiben. Der DF erwartet in 2020 einen Kabinettsbeschluss zu diesem Gesetzentwurf.

Bundesstiftung für Gleichstellung dieses Jahr gründen

Eine unabhängige Bundesstiftung für Gleichstellung hat das Potential, ein Meilenstein für die institutionelle Frauen- und Gleichstellungspolitik in Deutschland zu werden und Gleichstellung nach vorne zu bringen. Laut Koalitionsvertrag soll sie sich „wissenschaftlich fundiert insbesondere Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“ widmen. Die Koalitionsfraktionen haben sich bereits auf die Bundesstiftung geeinigt. Der DF fordert in seinem Aufruf zusammen mit GMEI (Gender Mainstreaming Experts International), dass eine Bundesstiftung für Gleichstellung noch in diesem Jahr gegründet wird.

Monitoringstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention gründen

Zur Umsetzung der Istanbul-Konvention waren im Bundeshaushalt 2020 Gelder für die Einrichtung einer unabhängigen Monitoringstelle eingestellt. Der DF nimmt die Bundesregierung daher in die Pflicht, die Gründung einer solchen Stelle im Jahr 2021 zügig voranzutreiben.

Konzept für Bezuschussung von haushaltsnahen Dienstleistungen vorlegen

Mit öffentlichen Zuschüssen für haushaltsnahe Dienstleistungen würden Familien entlastet und Anreize für legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, insbesondere von Frauen, gesetzt. Der DF begrüßt das im Koalitionsvertrag formulierte Vorhaben, die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen zu bezuschussen. Die Bundesregierung muss dazu endlich ein Konzept vorlegen, damit das Vorhaben in den nächsten Monaten umgesetzt werden kann.

Die Ausweitung der Quote für Aufsichtsräte! Die Einführung der Vorstandsquote!

12.10.2020

Der DAB fordert:

Die Ausweitung der Quote für Aufsichtsräte! Die Einführung der Vorstandsquote!

und schließt sich den Forderungen an.

Parität: Konkrete Vorschläge zur Umsetzung müssen zügig vorliegen

09.10.2020

Deutscher Frauenrat


Aktuelles | 9. Oktober 2020

Am 8. Oktober verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Reform des Wahlrechts. Diese enthält die Einsetzung einer Reformkommission, die u.a. Vorschläge erarbeiten soll, wie eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Bundestag gewährleitet werden kann. Heute soll außerdem der Gruppenantrag von Grünen und Linken „Mehr Frauen in den Bundestag", der die Einsetzung einer Kommission zu Parität fordert, debattiert werden.

Dazu Elke Ferner, DF Vorstandsmitglied und Leiterin des Fachausschusses Parität:

„Wir unterstützen ausdrücklich alle Bemühungen für Parität im Bundestag und fordern alle Fraktionen auf, dazu zügig Vorschläge vorzulegen. Wünschenswert wäre, wenn es im parlamentarischen Verfahren gelänge, die Reformkommission und die von Grünen und Linke geforderte Kommission miteinander zu verbinden und das Thema Parität noch in dieser Wahlperiode zu bearbeiten.

Entscheidend dafür ist, dass die Reformkommission jetzt zügig, und dies bedeutet in der nächsten Sitzungswoche, eingesetzt wird und dann ihre Arbeit aufnehmen kann. Nur so wird die Chance gewahrt, dass noch in dieser Legislaturperiode Vorschläge für Parität im Bundestag erarbeitet werden können.

Der DF fordert weiterhin, Parität im Wahlrecht für Listen- UND Direktmandate zu verankern. Vorschläge dazu, wie Parität auf Bundesebene erreicht werden kann, liegen längst auf dem Tisch. Auch der DF hat hierzu Modelle entwickelt.

Mehr Frauen in den Bundestag – 50:50 bleibt das Ziel

05.10.2020

Deutscher Frauentag

Aktuelles | 5. Oktober 2020

Am 25. August 2020 einigten sich die Koalitionsspitzen darauf, die paritätische Vertretung von Frauen im Bundestag in einer Reformkommission zur Wahlrechtsreform zu behandeln. Der entsprechende Gesetzentwurf wird heute in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Inneres und Heimat im Bundestag beraten. Der DF wendet sich mit einer Stellungnahme an die Mitglieder des Ausschusses.

Dazu Elke Ferner, DF Vorstandsmitglied und Leiterin des Fachausschusses Parität:

„Leider liegt bisher weder ein zwischen den Koalitionsfraktionen abgestimmter noch von den Oppositionsfraktionen vorgelegter Vorschlag vor, der eine paritätische Vertretung von Frauen und Männern schon bei der nächsten Bundestagswahl sicherstellt.

Der DF unterstützt ausdrücklich alle Bemühungen für Parität im Bundestag und fordert alle Fraktionen auf, dazu zügig Vorschläge vorzulegen. Sowohl die Anträge von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, die die Erarbeitung von konkreten Vorschlägen noch in dieser Wahlperiode fordern, als auch die Aufnahme von Parität in den Arbeitsauftrag der von CDU/CSU und SPD vorgeschlagenen Reformkommission können Parität im Deutschen Bundestag voranbringen. Es wäre erfreulich, wenn es im parlamentarischen Verfahren gelänge, beides miteinander zu verbinden und das Thema Parität noch in dieser Wahlperiode zu bearbeiten.

Der DF fordert weiterhin, Parität im Wahlrecht für Listen- UND Direktmandate zu verankern. Vorschläge dazu, wie Parität auf Bundesebene erreicht werden kann, liegen längst auf dem Tisch. Auch der DF hat hierzu Modelle entwickelt."

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven

Frauenorganisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands. Mit der Kampagne #MehrFrauenindieParlamente setzt sich der DF für Parität bei Listen und Direktmandaten ein und zeigt in einem Erklärvideo 3 Wege zum Ziel auf.

Parität für Listen- und Direktmandate!

26.08.2020

Deutscher Frauenrat
Pressemitteilung | 26. August 2020

Gestern hat sich der Koalitionsausschuss auf eine Wahlrechtsreform in zwei Stufen geeinigt. Noch in dieser Legislaturperiode soll eine Reformkommission eingesetzt werden, die nach der Bundestagswahl 2021 ihre Arbeit aufnehmen wird. In dieser Kommission sollen Vorschläge für die Verankerung von Parität im Wahlrecht erarbeitet werden.

Dazu DF-Vorstandsmitglied und Leiterin des Fachausschusses Parität Elke Ferner:

„Wir sind enttäuscht, dass auch die Große Koalition die Chance hat verstreichen lassen, schon zur nächsten Bundestagswahl Geschlechterparität im Wahlrecht zu verankern. Der DF freut sich aber, dass die Reformkommission konkrete Vorschläge für Parität erarbeiten soll. Modelle für Parität auf Bundesebene liegen auf dem Tisch. Der DF hat hierfür Vorschläge entwickelt.

Wir wollen es nicht länger akzeptieren, dass Frauen im Bundestag so dramatisch unterrepräsentiert sind. Unser Appell an die Bundestagabgeordneten lautet daher: Setzen Sie sich innerhalb der Kommission dafür ein, dass Parität im Wahlrecht bei den Listen UND Direktmandaten verankert wird."

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands. Mit der Kampagne #MehrFrauenindieParlamente setzt sich der DF für Parität bei Listen und Direktmandaten ein und zeigt in einem Erklärvideo 3 Wege zum Ziel auf.

Wohlstand neu definieren, ist die Chance der Nach-Corona-Zeit. Ein neuer Geschlechtervertrag muss her!

23.06.2020

Die Stiftung Aufmüpfige Frauen meldet sich zu Wort:

Feminismus kann Leben retten[1] und den Planeten auch. Die aktuelle Verunsicherung ist eine Chance, einem neuen Denken, das schon angelegt war, Raum zu geben und Praxis werden zu lassen. Es geht um Lebensqualität für alle im Sinne einer sinnvollen und wertgeschätzten Arbeit, um Gleichstellung und Gesundheitsschutz, um die Pflege von Gemeinsinn, Freundschaften und sozialen Zusammenhalt, anstatt den Konsum und Ressourcenverbrauch weiter anzuheizen. Vieles davon haben wir während der Corona-Zeit erfahren und wertschätzen gelernt. Aber auch die Schattenseiten sind im Blick auf die Gleichstellung der Geschlechter, die planetarische Gesundheit (Klimawandel), die soziale Gerechtigkeit, das Leben in einem solidarischen Europa und globalen Zusammenhang deutlicher hervorgetreten. Vor allem die Arbeit von Frauen hat das Leben aufrechterhalten und die Lasten des Lockdowns getragen.

Aus der Zivilgesellschaft[2], der Nachhaltigkeitswissenschaft, aus Teilen der Politik melden sich beunruhigte Stimmen zu Wort, die einen systemischen Neuaufbruch aus der Corona-Krise fordern und dies bei der Neuverteilung der gigantisch vielen Milliarden an Steuergeldern und Bürgschaften durchzusetzen wollen. In diesen Chor einer neuen Wohlstandsprogrammatik reiht sich die Stiftung Aufmüpfige Frauen ein und bestärkt eine feministische Perspektive beim Paradigmenwechsel von der neoliberalen Produktionslogik in eine zirkuläre Wirtschaftsweise.[3]

Im Einzelnen sind dies z.B.:[4]

  • Eine paritätische Beteiligung von Frauen* in den Parlamenten und politischen Entscheidungs- und Beratungsgremien
  • Investitionen in die öffentliche Daseinsvorsorge und in ein belastungsfähiges Care-System
  • Angemessene tarifliche Vergütung der professionellen Sorgearbeit und Wertschätzung dieser systemnotwendigen Tätigkeiten
  • Abbau des Gender Pay Gap, des Gender Care Gap, des Gender Pension Gap in systemrelevanten Berufen‘ (mit 75% Frauenanteil)
  • Erleichterung der Vereinbarung von Beruf und Leben mit Kindern

besonders für junge berufstätige Mütter (und Väter)

  • Unterstützungsprogramm für junge Eltern beim Homeoffice, befristete Freistellung von der Berufsarbeit und Entgeltfortzahlung, Elternausgleichzahlungen bei mangelnder institutioneller Kinderbetreuung,
  • Unterstützung von Berufstätigen, die ihre Angehörigen pflegen (Lohnersatz und eigenes Zeitbudget), Unterbrechung der globalen Pflegeketten.[5]
  • Sorge um die menschliche Sicherheit. Statt Aufrüstung und Kriegshilfen sind Abrüstung und strukturelle wie humanitäre Aufbauhilfe zu forcieren.
  • Um dies in Gang zu setzen, sind eine geschlechtergerechte Haushaltspolitik und eine geschlechterdifferenzierte Wirkungsanalyse der Corona-Maßnahmen zu implementieren.

 

Die Stiftung Aufmüpfige Frauen fordert die Errichtung eines Gleichstellungsinstituts auf Bundesebene, das kontinuierlich Daten, Forschungsergebnisse und Beratungskompetenz für die Politik zur Verfügung stellt (Barbara Stiegler, GMEI).[6]

 

Für die Stiftung: Sigrid Metz-Göckel, Dortmund, im Juni 2020.

 

„Nur wer querdenkt, kann die Richtung ändern“

Homepage der Stiftung:

[1] Anna Clauß: Feminismus kann Leben retten. Der Spiegel Nr. 15/4.4.2020; Maja Göbel: Unsere Welt neu denken (2020); Jagoda Marinic: Die Chance ist weiblich, Frankfurter Rundschau, 24.05.20, Frontline Workers, EIGE-Institut (May 2020).

[2] Frauenrat, zivilgesellschaftliche Institutionen, Berliner Aufruf vom 29.04.20. u.a.m.

[3] In einer zirkulären Kreislaufwirtschaft nehmen weder der Wert noch die Qualität eines Rohstoffes nach Gebrauch ab.

[4] S. auch „‘Geschlechtergerecht aus der Corona-Krise“. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Deutscher Bundestag Drucksache 19/20038.

[5] Durch gute Arbeit in den Entsendeländern (Europa-Politik) und Aufwertung und Qualifizierungsoffensive für Pflegeberufe in den ‚Aufnehmenden Ländern (s. Blog-Beitrag Stefanie Elies, Friedrich Ebert Stiftung 2020).

[6] Barbara Stiegler: Klein und fein, das darf es nicht sein. Der lange Weg zu einem unabhängigen Bundesinstitut für Gleichstellung, in: ZWD Politikmagazin, 15.03.2020, S.5.

Zuhause nicht sicher? – Bundesfrauenministerin Giffey startet bundesweite Kooperation mit Supermärkten gegen häusliche Gewalt

16.06.2020

Das eigene Zuhause ist in der Corona-Krise nicht für alle ein sicherer Ort. Kontaktbeschränkungen und Existenzängste belasten Familien und Partnerschaften – in dieser Ausnahmesituation können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Zugleich wird es für Betroffene schwieriger, sich zu informieren, wo es Hilfe gibt und diese Unterstützung auch in Anspruch zu nehmen. Auch Familien, Freunde oder Nachbarn sind in dieser herausfordernden Zeit unsicher, an wen sie sich wenden können. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihr Umfeld gerade jetzt auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreicht werden und aufgezeigt bekommen, wo sie Hilfsangebote finden und was sie gegen Gewaltsituationen tun können.

Aus diesem Grund startet Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey heute die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“: Gemeinsam mit Deutschlands großen Einzelhandelsketten Aldi Nord und Aldi Süd, Edeka, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny, Real und Rewe will die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesfrauenministeriums Menschen unterstützen, die in der aktuellen Corona-Situation von häuslicher Gewalt betroffen sind oder die Betroffenen helfen wollen. Bundesweit werden in etwa 26.000 Supermärkten Plakate im Kassenbereich, an den Ein- und Ausgängen und an den Schwarzen Brettern aufgehängt, die über die Initiative und Hilfsangebote informieren. Auch auf der Rückseite vieler Kassenzettel finden sich Informationen über „Stärker als Gewalt“.

Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey: „In der Corona-Zeit spielt sich bei den meisten Menschen fast das gesamte Leben zu Hause ab. Im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein ist ein unerträglicher Zustand, den wir nicht hinnehmen dürfen. Es gibt Wege aus der Gewalt, es gibt Hilfe – und ich ermutige alle Frauen und auch Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sich Unterstützung zu holen. Bei der Information über diese Hilfsangebote spielen Supermärkte eine wichtige Rolle, denn sie gehören zu den wenigen öffentlichen Orten, die zurzeit regelmäßig aufgesucht werden. Im Rahmen unserer Initiative „Stärker als Gewalt“ haben wir daher eine starke Allianz mit acht großen Einzelhandelsketten geschmiedet. Ab sofort werden in etwa 26.000 Supermärkten in ganz Deutschland Plakate der Aktion „Zuhause nicht sicher?“ über Hilfsangebote informieren. Auch auf Displays, Kassenzetteln oder auf Eigenmarken der Unternehmen finden die Kundinnen und Kunden Informationen über die Aktion. Ich bedanke mich bei den Märkten, die mitmachen, bei deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch bei allen Partnerinnen und Partnern der Initiative. Außerdem rufe ich jede und jeden dazu auf, die Aktion zu unterstützen und sich aktiv gegen Gewalt einsetzen. Wir dürfen die Betroffenen nicht allein lassen. Alle interessierten Unternehmen, Verwaltungen, Vereine oder Besitzerinnen und Besitzer kleinerer Läden können sich beteiligen. Menschen, die in Mehrfamilienhäusern wohnen, können die Plakate beispielsweise im Hausflur aushängen. Jede und jeder kann etwas tun, damit Gewalt beendet wird. Die ganze Gesellschaft ist jetzt mehr denn je gefragt. Denn gemeinsam sind wir stärker als Gewalt.“

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Webseite des BMFSFJ sowie Infoblätter und Postervorlagen auf den folgenden Links:

AUS CORONA LERNEN: UNGERECHTIGKEIT ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN ABBAUEN

09.06.2020

Deutscher Frauenrat

Pressemitteilung | 14. Mai 2020

In der Corona-Krise drohen erhebliche Rückschritte in der Gleichstellung von Frauen und Männern. Denn die politischen Maßnahmen zum Umgang mit dem Virus vernachlässigen die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Mädchen und setzen auf längst überholt geglaubte Geschlechterrollen. Damit unsere Gesellschaft aus dieser Krise gerechter und sensibilisierter hervorgeht, als sie hineingeraten ist, fordert der DF tiefgreifende wirtschafts-, finanz- und sozialpolitische Veränderungen. Ziel ist ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel, der Menschen und nicht Märkte in den Mittelpunkt politischen Handelns stellt.

Was aus Sicht der größten Frauenlobby dafür getan werden muss, beschreibt eine neue Textreihe unter dem Titel „Geschlechtergerecht aus der Krise“. Teil 1 startet heute mit grundsätzlichen Überlegungen und Forderungen für eine geschlechtergerechte Krisenpolitik: gerechte Verteilung von Finanzhilfen, gleichberechtigte Teilhabe an politischen Entscheidungen und eine zukunftsweisende Gleichstellungsstrategie.

Beitrag auf der Webseite weiterlesen

W20-ERKLÄRUNG: GLEICHSTELLUNG DER GESCHLECHTER ALS REAKTION AUF DIE COVID-19-PANDEMIE

09.06.2020

Deutscher Frauenrat

Thema "Corona" | 2. April 2020

Women20 (W20) ist eine offizielle Dialoggruppe der Gruppe der Zwanzig (G20), die sich für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter in den G20-Ländern und darüber hinaus einsetzt. Der DF ist zusammen mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) vom Bundeskanzleramt mandatiert, die Forderungen aus Deutschland in die W20 einzubringen.

Als Reaktion auf den außerordentlichen G20-Gipfel, hat W20 ein Statement mit Forderungen zur Gleichstellung in Zeiten der COVID-19-Pandemie an die G20 formuliert. Hier die wichtigsten Inhalte im Überblick:

  • Die Teilhabe von Frauen an Entscheidungen muss auf allen Ebenen schnell und gezielt ermöglicht werden.
  • Anstrengungen zur Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt müssen an die sich ändernden wirtschaftlichen Umstände angepasst werden
  • Entwicklung von Konjunkturpakete und Schutzformen, die die partnerschaftliche Betreuung fördern, einschließlich der Notfallversorgung für Kinder.
    Beitrag weiterlesen auf Webseite des DF

4 FRAGEN AN MONA KÜPPERS: CORONA UND GEWALT

09.06.2020

Deutscher Frauenrat

Thema "Corona" | 30. März 2020

Wie hängen die aktuelle Corona-Krise und das Thema Gewalt an Frauen zusammen?

Gewalt nimmt in Krisen oft zu. Wir müssen davon ausgehen, dass bei Familien und Paaren, die in Isolation oder Quarantäne mehr Zeit miteinander verbringen müssen als sonst, sehr angespannte Situationen entstehen und Aggressionen zunehmen können. Hinzu kommen vielleicht noch finanzielle Sorgen. Wir befürchten im Zuge dessen einen rapiden Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder. Zahlen aus der Stadt Wuhan in China bestärken diese Befürchtungen leider. Schon vor der Krise erlebte jede dritte verheiratete Frau in China häusliche Gewalt, nun haben sich die Anfragen bei Hilfeangeboten für Betroffene verdreifacht. Ähnliches zeigt sich nun auch bei den ersten Zahlen aus Deutschland: Die Berliner Polizei berichtet, dass häusliche Gewalt seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen um zehn Prozent zugenommen hat. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher liegen. Hinzu kommt, dass Social Distancing die Gewalt noch weniger sichtbar macht. Wir müssen die massiven Folgen der Krise beim Thema Gewalt unbedingt mit im Blick haben. Und die Politik ist gefragt, auch auf diese jetzt entstehenden Probleme schnell und unbürokratisch zu reagieren und Lösungen zu finden.

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WANN, WENN NICHT JETZT - AUFRUF VON FRAUENVERBÄNDEN

29.04.2020

Deutscher Frauenrat

Pressemitteilung | 29. April 2020

Zwanzig bundesweit aktive Frauenverbände und Gewerkschaften haben sich heute mit gleichstellungspolitischen Forderungen in einem gemeinsamen Aufruf an die Bundesregierung und Arbeitgeber gewendet.

Corona hat das Leben in Deutschland und in der Welt grundlegend verändert. Deutlich wird, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten Frauen wesentlich stärker treffen. Die Pandemie vergrößert alle gleichstellungs- und frauenpolitischen Probleme/Schieflagen, auf die wir bereits seit Jahrzehnten hinweisen. Angesichts der existenziellen Krise wird deutlich, wie lebensbedrohlich sich die über Jahre privatisierte und eingesparte öffentliche soziale Infrastruktur und die falschen Arbeitsbewertungen jetzt auf unseren Lebensalltag auswirken.

Wann, wenn nicht jetzt werden unsere frauen- und gleichstellungspolitischen Forderungen anerkannt und umgesetzt. Wir erwarten von Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen ein ebenso mutiges, sachbezogenes und schnelles  Handeln wie jetzt in der Zeit von Corona.

Deshalb fordern wir u.a.:

  • finanzielle Aufwertung und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, im Gesundheitswesen, der Erziehung und im Einzelhandel,
  • Abschaffung der Sonderregelungen für Minijobs,
  • Rahmenbedingungen und Arbeitszeiten, die es Eltern ermöglichen, sich die Care-Arbeit gereicht zu teilen,
  • eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen.

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Neue Mentorinnen gesucht

22.04.2020

Auch Sie können junge Studentinnen und Berufsstarterinnen unterstützen. Gerade hat sich eine junge Künstlerin an den DAB gewandt, sie bei ihrem beruflichen Werdegang an einer Universität als Lehrende bzw. Professorin zu unterstützen. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter der E-Mail-Adresse: info@dab-ev.org

Unter dem Punkt Mentoring finden Sie weitere Informationen zum Mentoring-Programm.

Beruflicher Wiedereinstieg nach Elternzeit

01.04.2020

Nach der Elternzeit fällt es vielen Frauen schwer, wieder in den Beruf einzusteigen, da sie nicht wissen, wie und was sie machen und an wen sie sich wenden sollen. So erging es auch Eugenie Götting. Sie war bis zum Beginn ihrer Elternzeit in namhaften internationalen Unternehmen tätig und nimmt aktuell an einem Coaching für Führungskräfte teil. Von dieser Möglichkeit hatte sie von der Agentur für Arbeit erfahren. Wir möchten an dieser Stelle alle interessierten Frauen zu diesem wichtigen Thema Elternzeit aufrufen.

Machen Sie mit. Über einen Austausch mit anderen jungen Müttern im DAB, die sich in einer ähnlichen Situation befinden bis hin zu einer Gruppe: „Junge Führungsfrauen" wollen wir Ihre Meinung wissen.

Ihre Ansprechpartnerin ist Eugenie Götting, die Sie über ihre E-Mail-Adresse: eugenie.gotting@gmail.com und Telefonnummer: 0176 66998914 erreichen können.

DOPPELSCHICHT STATT HILFE: Entschädigungsanspruch kommt bei zu wenigen erwerbstätigen Müttern an

26.03.2020

Der Deutsche Frauenrat begrüßt den vom Bundestag beschlossenen Entschädigungsanspruch für Eltern, mit dem Verdienstausfälle wegen der Schließung von Kitas und Schulen kompensiert werden sollen. „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Bundesregierung Doppelbelastung und finanzielles Risiko erwerbstätiger Eltern in der aktuellen Situation schnell anerkennt und in ihren Maßnahmen berücksichtigt: Wer viele Stunden täglich erwerbstätig sein muss, kann unmöglich gleichzeitig Kinder betreuen. Leider wirkt die Entschädigungsleistung aber aufgrund der hohen Anspruchsvoraussetzungen eher wie eine Härtefallregelung, nicht wie eine flächendeckende Unterstützung betroffener Eltern,“ sagt Anja Weusthoff, Mitglied im Vorstand des Deutschen Frauenrats. 

Der Bundestag hatte gestern umfangreiche Hilfsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie beschlossen. Dazu zählt ein Entschädigungsanspruch für Eltern, die Gehaltsausfälle durch die Schließung von Kitas und Schulen in Kauf nehmen müssen, weil sie ihre Kinder nun zuhause betreuen und nicht ihrem Job nachgehen können. Entschädigt werden jedoch nur Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr, die die Betreuung nicht mithilfe von Familie, Freund*innen oder Notfallangeboten anderweitig realisieren können, die kein Homeoffice nutzen können und auch keine Möglichkeiten mehr haben, bezahlt der Arbeit fernzubleiben, beispielsweise durch Überstundenabbau oder der Nutzung ihres gesamten Erholungsurlaubs. Wer Kurzarbeitergeld bezieht, kann ebenfalls keine Entschädigung erwarten. Die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens wird höchstens für sechs Wochen gewährt und beträgt maximal 2.016 Euro.

„Vielen erwerbstätigen Eltern und im Übrigen auch nicht wenigen pflegenden Angehörigen droht in der jetzigen Situation ein Verdienstausfall. Wenn nur zwei Drittel des Monatseinkommens kompensiert werden, ist das insbesondere für Frauen mit geringen Einkommen kaum zu verkraften. Und so wie die Voraussetzungskriterien gestaltet sind, bleibt zu befürchten, dass deutlich weniger Eltern von der Leistung profitieren werden, als Unterstützung nötig haben“, so Weusthoff weiter. „Deshalb fordern wir eine Entgeltersatzleistung, die bei all denjenigen tatsächlich ankommt, die sich durch Schließung von Kitas, Schulen und Tagespflegeeinrichtungen empfindlichen Lohnausfällen gegenübersehen.“

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauen-organisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands.

Die Pressemitteilung als PDF

DER DF IN ZEITEN VON COVID-19

19.03.2020

Deutscher Frauenrat

Das Coronavirus (COVID-19) breitet sich in Deutschland und überall auf der Welt rasant aus. Die Lage ist sehr ernst und für Frauen in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Sind es doch mehrheitlich Frauen, die in systemrelevanten Berufen wie in der Pflege, in der Erziehung und im Einzelhandel, arbeiten. Ihre Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert, bei unverändert schlechter Bezahlung. Gleichzeitig stehen viele Familien aktuell vor der großen Herausforderung, das Zusammenleben mit Kindern, die nicht in die Kita und Schule gehen können, zu organisieren. Auch hier sind Frauen in einer ganz besonderen Belastungssituation. Denn die meisten stemmen nach wie vor den größten Teil der Sorgearbeit. Zu all dem wachsen die Befürchtungen, dass in anhaltender Isolierung und Quarantäne zuhause die Gewalt in Familie und Partnerschaft massiv ansteigen wird.

Der DF, als größte Frauenlobby Deutschlands, sieht sich in der Verantwortung, die Interessen von Frauen, auch und insbesondere in dieser angespannten Zeit, zu vertreten. Wir werden uns intensiv mit der momentanen Krisensituation und ihren besonderen Auswirkungen auf Frauen befassen. Und wir fordern angemessene politische Maßnahmen, die verhindern, dass Frauen die Hauptnotleidenden dieser Pandemie werden – und es dauerhaft bleiben. Wir wollen den Finger in die Wunde legen und Forderungen laut machen, wenn sich Gesellschaft verändert.

Wir haben die Arbeitsfähigkeit und Erreichbarkeit des DF in den nächsten Wochen sichergestellt. Die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle arbeiten aktuell von zuhause aus, solange die Situation das zum Schutz ihrer und der Gesundheit anderer erfordert. Wir sind und bleiben grundsätzlich per Mail und Telefon zu erreichen, bitten aber um Verständnis, dass sich Einschränkungen in der Erreichbarkeit Einzelner ergeben können und die Beantwortung der Anliegen etwas länger dauern kann.

Bleiben Sie gesund – und zuhause, um die Gefahr für uns alle zu verringern.

Ihre
Mona Küppers            Dr. Anja Nordmann
Vorsitzende                Geschäftsführerin

Webseite des DF

EQUAL PAY DAY: SORGEARBEIT ANGEMESSEN BEZAHLEN

17.03.2020

Deutscher Frauenrat

Die vom Corona-Virus ausgelöste Krise zeigt einmal mehr: Die Arbeit, die mehrheitlich Frauen für die Gesellschaft leisten, zum Bespiel als Pflegerinnen oder Erzieherinnen ist überlebenswichtig. Doch werden sie dafür nicht angemessen bezahlt. Das ist ein wesentlicher Faktor für die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 20 Prozent weniger als Männer, zeigen aktuelle Zahlen vom Statistischen Bundesamt zum Equal Pay Day.

„Wenn sich jetzt Politiker*innen öffentlich bei Pflegepersonal oder Kassierer*innen bedanken und in den Sozialen Medien Wertschätzung zum Ausdruck bringen, dann muss der nächste Schritt sein, diese Berufsgruppen endlich angemessen zu bezahlen. Anerkennung muss sich auch auf dem Gehaltszettel zeigen,“ fordert die Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Mona Küppers, zum Equal Pay Day. „Wenn die Regierung Mittel in unbegrenzter Höhe der krisenleidenden Wirtschaft in Aussicht stellt, dann muss auch Geld da sein, um dem akuten Pflegekräfte- und Erzieher*innenmangel mit höheren Gehältern entgegenzuwirken,“ so Küppers weiter.

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Das „Jahr der Gleichstellung“ 2020

25.02.2020

Deutscher Frauenrat

„Eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie bedeutet, dass alle Bundesministerien Gleichstellung als Querschnittsthema in ihren Vorhaben und Projekten berücksichtigen. Beispielsweise sollte das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen auch immer aus juristischer und gesundheitspolitischer Sicht betrachtet werden. Mit der Aufwertung der Pflegeberufe im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ hat die Bundesregierung bereits ein gutes Beispiel dafür gegeben, wie ressortübergreifende Politik gleichstellungspolitische Maßnahmen ergreifen kann.

Bundesministerin Giffey hat angekündigt, die ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie im ersten Halbjahr 2020 umzusetzen. Wir sind gespannt, wie sie im Detail aussehen wird und dann in den Fachressorts umgesetzt wird. Wichtig ist dabei auch, dass die Strategie für die Ministerien verbindlich ist und ihre Umsetzung überprüft wird.“

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