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Bonn, 07.03.2023. Zum Equal Pay Day fordert UN Women Deutschland wirksame Maßnahmen, um (Lohn-)Diskriminierung und Geschlechterstereotype zu beenden. In Deutschland lag der Gender Pay Gap 2022 mit 18 Prozent im Vergleich zum europäischen Durchschnitt (13 Prozent) besonders hoch.

Elke Ferner, Vorsitzende von UN Women Deutschland, sagt: „Die geschlechtsspezifische Einkommenslücke ist eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft, die wir konsequent angehen müssen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, gleiche Teilhabe an Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen endlich Wirklichkeit werden.“

Der Teufelskreis von geringerer Bezahlung, hoher Teilzeitquote, Benachteiligungen im Steuer- und Sozialrecht aber auch auf dem Arbeitsmarkt sowie die ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit muss durchbrochen werden. Der „Gender Care Gap“, also die zwischen den Geschlechtern ungleich verteilte (unbezahlte) Sorgearbeit, ist eng mit dem Gender Pay Gap verknüpft. Durch die von Frauen überproportional geleistete Sorgearbeit bleibt ihnen weniger Zeit für Erwerbsarbeit, Bildung und Karriere. Die Einkommenslücke führt zu einem deutlich geringeren Lebenseinkommen und zu Frauenrenten, die nicht armutsfest sind.

Um die Lohnlücke schnellstmöglich und nachhaltig zu schließen, fordert UN Women Deutschland dringend strukturelle Veränderungen: auf dem Arbeitsmarkt, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie im Steuer- und Sozialrecht. Geschlechtsspezifische Stereotype und Normen müssen von klein auf durchbrochen werden. Sogenannte „Frauenberufe“, traditionell im Care-Bereich, müssen finanziell aufgewertet werden.

 www.unwomen.de

 

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