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Fast 70 Frauen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beschließen in Potsdam die Gründung – neue Initiative will angesichts zunehmender Frauenfeindlichkeit Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung stärken

Potsdam, 31. August 2026. – Der Deutsche Akademikerinnen-Bund (DAB) wird künftig in Brandenburg mit einer eigenen Regionalgruppe vertreten sein. Das haben am vergangenen Donnerstag fast 70 Frauen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen bei einem Treffen am Sitz des Frauenpolitischen Rates Brandenburg am Alten Markt in Potsdam beschlossen. Sie wollen sich den Zielen und Grundsätzen des Deutschen Akademikerinnen-Bundes anschließen.

Die Resonanz auf die Gründungsinitiative war deutlich größer als erwartet. Vertreten waren Frauen aus Wissenschaft und Forschung, Medizin, Bildung, Kultur, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und weiteren Berufsfeldern. Damit soll von Beginn an ein Netzwerk entstehen, das bewusst über einzelne Professionen und Generationen hinweg arbeitet.

Zu Gast waren die Unternehmerin Dr. Sina Burkert aus Dresden, die im Vorstand der DAB-Regionalgruppe Sachsen engagiert ist, sowie Marianne Krizsio aus der Berliner Gruppe. Beide brachten Erfahrungen aus der Arbeit des DAB sowie aus der Gleichstellungs- und Hochschulpolitik ein. Die Bundesvorsitzende, Prof. Petia Genkova schickte aus Essen eine Willkommensbotschaft.

„Wir wollen Brandenburg als eigenständigen Landesverband sichtbar machen und zugleich die Zusammenarbeit mit unseren Berliner Kolleginnen fortsetzen“, erklären die Initiatorinnen. „Gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen Frauen heute stehen, brauchen wir starke Netzwerke – regional, überregional und über Fachgrenzen hinweg.“

Die Neugründung fällt in das 100. Jahr des Deutschen Akademikerinnen-Bundes. Der Verband blickt auf eine lange Tradition des Engagements für die Rechte, die berufliche Förderung und die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen zurück.

Die neue Brandenburger Gruppe versteht ihre Gründung auch als Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungen, die Frauen und insbesondere engagierte und gut ausgebildete Frauen zunehmend unter Druck setzen. Die Initiatorinnen beobachten eine Zunahme frauenfeindlicher Aktionen, insbesondere aus dem rechtsextremistischen Spektrum.

Der Deutsche Akademikerinnen-Bund versteht sich als überparteiliches Netzwerk akademisch gebildeter Frauen. Zu seinen Zielen gehören die Gleichstellung von Frauen, Parität in allen Lebensbereichen, die berufliche und wissenschaftliche Förderung von Frauen sowie ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe.

Breites Bündnis für Brandenburg

Zu den Initiatorinnen des neuen Landesverbandes gehören die emeritierte Professorin Sabine Hering, die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Stefanie Schuster, die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Anke Dreier-Horning, die ehemalige Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg Dr. Uta Kletzing, ihre Vorgängerin Manuela Dörnenburg, die ehemalige Landesbehindertenbeauftragte Janny Armbruster und die Politologin Dr. Sarah Zalfen.

„Wir haben bei diesem Treffen erlebt, wie groß der Wunsch nach Vernetzung und nach einem Ort ist, an dem Akademikerinnen miteinander ins Gespräch kommen“, so die Initiatorinnen. „Der neue Landesverband soll genau dafür stehen: für Austausch, gegenseitige Unterstützung und eine klare Stimme von Frauen in Brandenburg.“

Weitere Informationen: Janny Armbruster, Tel.: 0170 2413534

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